<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222</id><updated>2012-02-16T04:25:25.624-08:00</updated><title type='text'>Gernot Erler für Freiburg</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>32</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-3545980609502662320</id><published>2009-09-30T00:25:00.000-07:00</published><updated>2009-09-30T00:28:25.069-07:00</updated><title type='text'>Dank</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Sehr geehrte Wählerinnen und Wähler!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Liebe Freunde, Mitstreiter und Unterstützer!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Die Bundestagswahl 2009 ist entschieden. Den Regierungsauftrag haben CDU/CSU und FDP erhalten. Angela Merkel bleibt Kanzlerin, und an ihre Seite wird Guido Westerwelle als Vizekanzler und Außenminister treten. Nach 11 Jahren Regierungsverantwortung verabschiedet sich die SPD in die Opposition – mit einem katastrophalen Wahlergebnis von 23 Prozent der Stimmen. Ein schwieriger Weg, mit einer Fraktion, die mit 146 Mitgliedern um mehr als ein Drittel schrumpft (76 Mandate weniger) und mit stärker gewordenen Nachbarn auf den Oppositionsbänken. Das Leben geht&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;weiter, aber es stockt einem schon ein bisschen der Atem beim Ausmaß dieses Aderlasses!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;In Freiburg konnte ich das Direktmandat&lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;wieder gewinnen wie zuvor 1998, 2002 und 2005. Diesmal war es sehr schwer, weil die grüne Kandidatin Kerstin Andreae einen ehrgeizigen Kampf um die Erststimmen mit der Parole „Ich kann das Direktmandat holen!“ geführt hat, während sie 2005 noch zu meiner Wahl aufgerufen hat. Sie konnte ihr Ergebnis von 11 auf 21,8 Prozent fast verdoppeln – während ich auf 33 Prozent kam und damit gegenüber 2005 fast soviel einbüßte, wie Kerstin Andree dazu gewann. Wäre dieses Stimmensplitting von Rot-Grün noch um einige Prozentpunkte weitergegangen, hätte der CDU-Bewerber Daniel Sander leicht die Nase vorn haben können, der auf 28,8 Prozent der Erststimmen kam.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Im Kontext des bundesweiten Gesamtergebnisses fällt mein örtlicher Erfolg auf. Freiburg ist in Süddeutschland (Baden-Württemberg und Bayern) der einzige von der SPD gewonnene Wahlkreis. Ich weiß, dass ich das sehr vielen Freunden und Unterstützern zu verdanken habe, die sich viele lange Wochen richtig reingehängt haben – von meinem Büroteam mit den jungen Praktikanten über das „Junge Team“ der Jusos, meine Partei, die „AG 60+“, die Initiatoren der Wählerinitiative „Aktion Erler direkt“ bis zu denen, die Testimonials geschaltet und Geld gespendet haben. Alle Veranstaltungen waren erfolgreich und zeigten eine gute Atmosphäre, gekämpft wurde buchstäblich bis in die letzte Nacht. Der Wahlkampf war ein großes, ermutigendes Erlebnis, der Erfolg in Freiburg ein Lichtblick in einer sonst düsteren Szenerie!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Ganz herzlichen Dank an jede und jeden, der mitgewirkt und mitgekämpft hat!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Ihr und Euer&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Gernot Erler&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-3545980609502662320?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/3545980609502662320/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/dank.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3545980609502662320'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3545980609502662320'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/dank.html' title='Dank'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-1662129272535458008</id><published>2009-09-29T02:23:00.000-07:00</published><updated>2009-09-30T00:25:37.750-07:00</updated><title type='text'>Sonntag, 27. September: Wahltag</title><content type='html'>Wir werden, trotz des langen Abend, früh wach. Das ist jetzt die Aufregung. Der Wahltag, so habe ich es mir angwöhnt, gehört erst einmal uns zum Luftschnappen. Marion und ich machen dieselbe Wanderung im Schwarzwald wie auch am Wahlsonntag 2002 und 2005: vom Notschrei zum Ausflugslokal Knöpflesbrunnen und zurück, etwa 16 km. Das Wetter ist herrlich - und deshalb wird es eine Art Schaulaufen: Jeder erkennt uns, lächelt, tuschelt oder wünscht alles Gute, auch am Knöpflesbrunnen mit seiner wunderbaren Sicht, an guten Tagen bis zu den Alpen. Wir reden viel, natürlich über den Wahlkampf. Die Bewegung tut gut. Aber unten, in Freiburg, erwartet mich noch eine Pflicht. Die Deutsche Gesellschaft für Volkskunde widmet ihre 37. Jahreskonferenz dem Thema Mobilität - und das in der Freiburger Universität. Sie hatten mich schon vor Monaten um ein Grußwort gebeten, das ich gut vorbereitet in der dicht besetzten Aula abliefere. Die meisten Zuhörer kommen von weit her.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Freund Michael Müller, Bundestagskollege und Staatssekretär im Umweltministerium, ruft an. Er ist sich sicher, dass er nicht mehr rein kommt, was mich völlig schockiert. Er kennt letzte Umfragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine düstere Ahnung bestätigt sich um 18 Uhr mit den ersten Prognosen. Die CDU verliert leicht, die SPD katastrophal, die FDP wird so stark, dass es an Schwarz-Gelb keine Zweifel mehr gibt.  Ich sehe in Frank-Walter Steinmeiers erstaunlich gefasstes Gesicht, als er von einer "bitteren Niederlage" für die SPD spricht. Mit einem Blick auf die Sendungen mache ich mir ein paar Notizen, für später. Eine lange Liste derer, denen ich zu danken habe, liegt schon vor mir. Jetzt dauert es nicht mehr lange, bis ich selber vor die Kameras muss, beim Südwestrundfunk. Es ist jedesmal dasselbe Dilemma: Die eigenen Leute warten bei der Wahlparty in der Blau-Weiß-Sportgaststätte auf mich, aber die Sender halten mich fest. Erst kurz bevor wir dort hinfahren, fragt Marion bei unserem Vertreter  im Landratsamt, wo Freiburg ausgezählt wird, nach den Erststimmen. Nach den ersten Hochrechnungen dachte ich, das Direktmandat ist jetzt gelaufen - bei so einem Erdrutschverlust von mehr als 11 Prozent! Aber ich habe mich geirrt. Die Auszählung ist noch nicht durch, aber ich liege vorne. Das wird dann im Studio zur Gewißheit. Das landesweite Ergebnis läßt aber zunächst keinerlei Freude bei mir aufkommen. Ich kann jetzt weder lachen noch strahlen. Das Interview läuft ab wie ein Film. Der einzige Scherz, den ich mir erlaube, ist, dass ich erst dem SCF Freiburg zu seinem 3:0 Sieg über Mönchengladbach gratuliere, und dann erst den Wahlsiegern. Alle lachen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt kommt ein schwieriger Gang, der zu den enttäuschten Genossen, Helfern und Freunden im Blau-Weiß. Mittlerweile ist es halb Zehn. Viele stehen draußen und warten auf Marion und mich. Als erstes umarmt mich Bürgermeister Ulrich von Kirchbach. Alle klatschen, sogar sehr lange, auch als ich endlich drin bin. Man spürt, mein Direktmandat hilft, den historischen Einbruch der SPD etwas besser zu verkraften. In einer kurzen Rede beschönige ich das Ergebnis nicht, zeichne ein paar Linien für unsere neuen Aufgaben in der Opposition, beschwöre ein aus unserer Geschichte, unseren Grundwerten, Zielen und Programmen abgeleitetes Selbstbewußtsein, das jetzt nicht zerstört werden darf, und komme dann zu meiner langen Dankesliste: an die Mitarbeiter, und das erweiterte Team, an das "Junge Team" und die AG 60+, an die drei Initaitoren der Wählerinitiative "Aktion Erler direkt", an die Leute, die Testimonials aufgegeben haben, und die , die Geld gespendet haben. Vielen schüttele ich danach die Hände, sie umarmen mich, endlich kriege ich auch ein Bier - mein erstes heute Abend, aber dann leert sich der Raum schnell, was verständlich ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von den anderen Parteien kommt keiner zum Gratulieren, auch nicht Kerstin Andreae (das war 2002 und 2005 noch ganz anders), aber ich bin ganz froh darüber. Der Empfang durch die Genossen wäre wenig freundlich verlaufen. Ich habe den Wahlkreis mit 33 Prozent gewonnen. Der CDU-Bewerber Daniel Sander erhält 28,8 Prozent, Kerstin Andreae 21,8 Prozent. Sie hat also ihren Stimmenanteil mit ihrer entschlossenen Erststimmenkampagne von 11 Prozent auf 21,8 Prozent fast verdoppelt - voll zu meinen Lasten, denn ich habe 12,1 Prozent weniger als 2005. Wäre sie noch etwas erfolgreicher gewesen und hätte sie mir noch weitere 4,3 Prozent abgejagt, wäre ich bei 28,7 Prozent gelandet und Sander hätte den Wahlkreis geholt, mit einem zusätzlichen Überhangmandat für die CDU aus der Stadt Freiburg, in der Rot-Rot-Grün auf über 60 Prozent kommt! Dann hätte das schwarze Männchen das rote und das grüne übersprungen. Es war ein großes Risiko, nun allerdings in einem Kontext, bei dem es darauf nicht mehr angekommen wäre. Aber das konnte vorher keiner wissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich telefoniere noch mit der lieben Kollegin Rita Schwarzelühr-Sutter aus Waldshut. Sie hat Platz 17 der Landesliste (bisher waren wir 23 SPD-MdBs aus Baden-Württemberg). Ihre Zukunft ist noch unsicher, man rechnete noch hin und her zwischen den Landesergebnissen. Sie ist aufgelöst und wird eine schwere Nacht haben. Am Morgen kommt die Gewissheit: Auch sie ist draußen, wie 75 weitere Fraktionsmitglieder und das heißt mehr als ein Drittel! Daran hängen mindestens 150 Arbeitsplätze von Mitarbeitern. Solche düsteren Überlegungen lassen sich nicht verdrängen. Nein, ich habe an derselben Stelle schon unvergeßliche Momente erlebt, wie den enormen Jubel 1998, als ich gleichzeitig mit dem rot-grünen Wahltriumph und dem Ende der Kohlära in Freiburg das Direktmandat, erstmals überhaupt in der Geschichte, erkämpft hatte. Der jetzige vierte Erfolg in Folge war hart umkämpft, hat mich auch viele Nerven gekostet. Ich werde nun wieder als Abgeordneter der Opposition arbeiten und weiß, dass ich an diesem Abend unter vielen befreundeten Verlierern noch gut, sogar sehr gut dastehe. Aber mehr als stille Genugtuung, eng begrenzt auf das Freiburger Ergebnis, will sich bei mir nicht einstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Damit endet mein Bericht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-1662129272535458008?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/1662129272535458008/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/sonntag-27-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/1662129272535458008'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/1662129272535458008'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/sonntag-27-september.html' title='Sonntag, 27. September: Wahltag'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-7093021766096449898</id><published>2009-09-28T23:43:00.000-07:00</published><updated>2009-09-29T01:44:33.352-07:00</updated><title type='text'>Samstag, 26. September: Gesundheit braucht Apfel</title><content type='html'>Der letzte Tag der Kampagne bietet noch einmal alles. Um 9 Uhr werde ich bereits am Infostand in der Gemeinde Umkirch erwartet, strategisch geschickt am Eingang eines Einkaufszentrums aufgebaut. Es gibt Luftballons, Bleistifte, rotes Pfefferminz und meine Prospekte. Und immerhin sechs Mitglieder des Ortsvereins, die nicht nur rumstehen, sondern auf die Einkaufenden - man kennt sich zumeist - aktiv zugehen. Aber nach einer Stunde muss ich aufbrechen: In der Freiburger Innenstadt hat die Schlußaktion begonnen. Kiste für Kiste mit kleinen, schmackhaften Gala-Äpfeln aus dem Kaiserstuhl werden geöffnet, je zwei wandern mit einem Prospekt in eine rot bedruckte Tüte (Neben eine Karrikatur von meinem Kopf steht geschrieben: "Gesundheit braucht Apfel. Freiburg braucht Erler. Alle brauchen SPD") und viele Helfer bieten diese wohlgefüllten Tüten dann den Pasaanten an, die sie gerne mitnehmen. Nicht weniger als 1,7 t Äpfel haben wir erworben! Denn hier läuft nur der erste Teil der Aktion. Heute bilden sich um mich ganze Menschentrauben, die diskutieren wollen. Andere laufen grüßend oder daumendrückend vorbei. Keine schlechte Stimmung, denke ich mir. Dann, kurz vor 15 Uhr, bauen wir den Stand (die Äpfel sind längst verteilt) zum letzten Mal in dieser Kampagne ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fahre mit Marion aber gleich weiter zu einem kleinen Gewerbemarkt im Stadtteil Stühlinger. Ein Genosse vort Ort führt mich von einem Aussteller zum anderen, stellt mich vor, ich frage etwas zu den Produkten, wir essen eine kleine indonesische Speise und hören dazu afrikanische Weisen - alles in schöner Spätsommersonne. Ich denke, was wir für ein Glück hatten mit dem Wetter - ich bin kein einziges Mal naß geworden, habe mich nicht erkältet und manche finden, ich sähe ganz schön braun aus, obwohl ich gar keinen Urlaub hatte ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Zwischenaufenthalt zuhause ist kurz aber notwendig. Ich muss noch ein Grußwort vorbereiten, das ich bei einer großen Festversammlung am Abend, erneut in Umkirch, halten will. Es geht um 20 Jahre Städtepartnerschaft Umkirch - Bruges, ein Ort ganz nah an Bordeaux. 100 französische Gäste mit dem Bürgermeister an der Spitze sind angereist, wohnen bei Umkircher Familien, und die Halle ist voll. Mein Auftritt findet nach längeren Reden der Bürgermeister statt. Ich erinnere an die Schrecken des Ersten Weltkrieges, die Erinnerungsstätten auf dem Hartmannsweilerkopf unweit in den Vogesen, wo 1915/1916 im Kampf um ein paar Meter Erde 30.000 Deutsche und Franzosen sich gegenseitig umgebracht haben. Die Städtepartnerschaft ist eine von 2200, die wir mit Frankreich haben, aber sie begann mit der Kriegsgräberfürsorge - als Start in eine "nachhaltige Versöhnung", tatsächlich mitten in der Zivilgesellschaft. Hier spreche ich als MdB und Staatsminister - und als Wahlkämpfer freue ich mich über den Beifall. Nach der Vorspeise nutze ich die Gelegenheit, dass auch die Landrätin (CDU) noch einen Termin hat und sich verabschieden muss, um ebenfalls weiterzueilen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Helfer sind nämlich inzwischen schon im Stadtbezirk Weingarten unterwegs, beim 2. Teil der Schlußaktion. Die Apfeltüten werden jetzt in den großen Häusern an die Wohnungstüren gehängt. Wir fahren mit den Fahrstühlen, sofern vorhanden, rauf und hängen dann Stockwerk für Stockwerk die Tüten auf. Manchmal renne ich aber auch vier Stockwerke rauf, um acht Wohnungstüren zu "veräppeln". So in der Gruppe in der Dunkelheit die mit Plastikriemen zusamnmengeschnürten Tüten rumzuschleppen und zu verteilen - das vergißt man nicht! Dieses Erlebnis ganz am Schluß wird bleiben. Irgendwann hat die Mannschaft Hunger, und ich lade zu Hamburger-Menüs ein. Inzwischen ist es 2 Uhr nachts, aber im Kastenwagen stapeln sich noch die Tüten-Ringe. Mir tun jetzt die Füße weh und ich bitte um Dispens. Die jungen Leute machen noch weiter und schaffen den Rest bis 4 Uhr früh!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-7093021766096449898?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/7093021766096449898/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/samstag-26-september-gesundheit-braucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7093021766096449898'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7093021766096449898'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/samstag-26-september-gesundheit-braucht.html' title='Samstag, 26. September: Gesundheit braucht Apfel'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-3203407957420652885</id><published>2009-09-28T11:49:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T13:47:55.470-07:00</updated><title type='text'>Freitag, 25. September: Wahlkampfabschluss</title><content type='html'>Die Medien machen noch eine letzte Runde: TV-Südbaden besucht mich und interviewt mich noch einmal zu der Sache mit den Erststimmen und dem "Lachenden Dritten". Sie haben ein paar Männchen aus einem Mensch-ärgere-Dich-nicht-Spiel mitgebracht. Ich soll nebeneinander ein grünes und ein rotes aufbauen und beide dann von hinten mit dem schwarzen überspringen. Das mache ich und öffne dann meine Arme zu einer ratlosen Geste. Das gefällt den Kameraleuten so gut als Symboldarstellung des gefährlichen Stimmensplittings, dass ich es wohl zehnmal wiederholen muss!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag steht ein ganz anderer Termin: In einem Hotel treffe ich auf eine hochrangige Delegation aus Afrika - ein Minister, eine Abgeordnete, Wahlkommissionsvorsitzende aus Äthiopien, Burundi, Guinea und der Afrikanischen Union. Sie kommen im Rahmen des Gästeprogramms des Auswärtigen Amtes zur Wahlbeobachtung nach Freiburg und lassen sich von mir erklären, wie Wahlkampf bei uns aussieht. "Overhang mandate" ist ihnen schon ein Begriff. Sie haben aber jede Menge Fragen zum Ablauf der Kampagne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wieder Hausbesuche, diesmal mit Neustadtrat Jürgen Höfflin, von Beruf DGB-Kreisvorsitzender. Er kennt das schon aus dem Kommunalwahlkampf und ist routiniert, wenn er an den Wohnungstüren von Betzenhausen-Bischofslinde sich selbst und mich vorstellt. Immer mehr bekunden jetzt, schon gewählt zu haben, und viele behaupten, das Kreuz bei mir gemacht zu haben. Das zeigt immerhin, dass wir mit den Hausbesuchen hier richtig liegen und nicht die falschen mobilisieren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt steht noch eine letzte Veranstaltung bevor: der (traditionelle) Wahlkampfabschluss. Die Medien sind eingeladen, jetzt kommt aber keiner mehr, denn am Samstag wird über Wahkampfaktionen nicht mehr berichtet, In einem Gemeindesaal haben sich 140 Getreue versammelt, fast alle Mitglieder, und und hören von mir eine Art politische Rückschau auf den Wahlkampf und von Ute Vogt, der Landesvorsitzenden der SPD-Baden-Württemberg, noch einmal eine Rede, die für die letzten Aktionen motivieren soll. Länger als eine Stunde dauert der politische Teil nicht. Dann tritt das Improvisationstheater L.U.S.T. auf und macht uns viel Spaß. Das Publikum muss z. B. ein Thema setzen (ich rufe "Staubsauger") und dann verschiedene Musiksparten angeben. In Minutenschnelle hören wir dann vom Hardrock bis zur Romanze spontan Erfundenes um den Staubsauger herum. Die drei sind Klasse, nur schade, dass wir sie nur für eine halbe Stunde engagieren konnten. Die afrikanische Delegation hatte sich schon nach dem politischen teil verabschiedet. Jetzt räumen die fleißigen Hände der Getreuen die Tische und Stühle weg, Marion und meine Mitarbeiterin Christíane hatten zwei Suppen mit Kürbis, Ingwer und Würstchen gekocht. Übrig bleibt nichts.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ist nun 22 Uhr, aber das Programm noch nicht am Ende. In dem Gemeindesaal hatte sich auch das "Junge Team" mit ihren roten, bedruckten T-Shirts eingefunden. Jetzt fahren wir in die Freiburger Innenstadt zur "Kneipentour". Sie scharen sich um mich, verteilen gelb-leuchtende Stäbchen mit der Aufsc hrift "Atomkraft - kannste knicken!", aus denen man Armreifen formen kann, und Werbematerial an die meist freundlichen Besucher der Szenekneipen. Klar, wir trinken auch, spendiert von mir, hier ein Bier und da einen Cocktail. Praktisch alle erkenne mich, obwohl ich hier nie verkehre. Das ist typisch für die Schlussphase eine Wahlkampfs. Ob irgendwer nun doch zur Wahl geht und vielleicht sogar meinen Namen ankreuzt, weil er mich da hat ein Bierchen trinken sehen? Fraglich. Aber dem "Junge Team" gefällt es ebenso wie mir. Weit nach Mitternacht endet der Tag - für mich damit, dass ich noch zwei von der Truppe nach Hause fahre.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-3203407957420652885?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/3203407957420652885/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/freitag-25-september-wahlkampfabschluss.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3203407957420652885'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3203407957420652885'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/freitag-25-september-wahlkampfabschluss.html' title='Freitag, 25. September: Wahlkampfabschluss'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-3960395366891063436</id><published>2009-09-26T04:08:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T07:33:54.873-07:00</updated><title type='text'>24. September: „Ich hänge zur Zeit an jeder zweiten Laterne!“</title><content type='html'>Die nächste Schülerrunde naht, aber diesmal sind es fast alles Schülerinnen und Schüler von den örtlichen St. Ursula-Schulen, wieder um die 400. Unsere letzte Kandidatenrunde in diesem Wahlkampf! Ein Redakteur der „Badischen Zeitung“ moderiert – erst mit vorbereiteten Fragen. Wenn auf jede Frage fünf Antworten gegeben werden, die sich manchmal etwas weniger voneinander unterscheiden, zieht sich das in die Länge. Munter wird es, als die Fragen aus dem Publikum kommen: zur Bildungspolitik, zu Energie- und Klimaschutz und natürlich auch zu Afghanistan. Langsam ahnt man voraus, was die anderen sagen werden – hatten wir ja schon! Aber das heißt nicht, dass die Anwesenden sich langweilen. Im Gegenteil, sie spenden gerne und viel Beifall oder johlen bei gefallenden Antworten sogar manchmal. Politikverdrossenheit? Ein Fremdwort an diesen Schulen, die das Thema Bundestagswahlen offenbar sehr intensiv bearbeitet haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zuhause muss ich die Texte für die Schlussanzeigen entwerfen: Texte, Gestaltung, Farbgebung. Es reicht in unserem Etat gerade noch dazu, zwei solcher Anzeigen zu schalten. Die Preise könne sich trotz Rabatt, sehen lassen. Was werden die anderen machen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dann wieder Hausbesuche, erst Krozinger Str.4 in Weingarten. Konstanze, Freundin, die sich vor Ort auskennt, begleitet mich. Es beginnt im 14. Stock, auf jedem 6 Wohnungen, wieder viele nicht zuhause. Nur ganz wenige lehnen den Kontakt ab, die meisten erkennen mich wie in Zeitlupe, manchmal von mir mit einem fröhlichen „Ich hänge zur Zeit an jeder zweiten Laterne!“ animiert. Hier in Weingarten würden flächendeckende Hausbesuche einen Unterschied machen – aber dazu reicht die Zeit nicht mehr. Viele sagen, sie haben schon gewählt. Auch das werden jedes Mal mehr: Wer nicht da ist, kann trotzdem wählen, per Briefwahl. Mit dem Fahrstuhl in den 14. Stock und sich dann Stockwerk für Stockwerk nach unten durchschlagen: das ist schon „Luxus-Hausbesuch“!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-3960395366891063436?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/3960395366891063436/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/24-september-ich-hange-zur-zeit-jeder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3960395366891063436'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3960395366891063436'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/24-september-ich-hange-zur-zeit-jeder.html' title='24. September: „Ich hänge zur Zeit an jeder zweiten Laterne!“'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-3647413655266208931</id><published>2009-09-26T04:07:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T07:37:16.750-07:00</updated><title type='text'>23. September: Kasachstan zu Gast in Freiburg und „nachgefragt“</title><content type='html'>Der Tag fängt schon morgens im Sternwald mit einer Sonderlichkeit an. Auf schmalem Waldweg joggt mir ein Mann entgegen und spricht mich an: Er würde mir jetzt hier zum zweiten Mal begegnen und hätte Lust, mir ein paar Fragen zu stellen. Was sollte ich tun? Eigentlich will ich ja beim Laufen abschalten, Gedanken ordnen, etwas Kraft tanken. Ich stimme trotzdem zu, aber zu der Bedingung, dass er die Laufrichtung wechselt und mit mir in die andere Richtung joggt. Er akzeptiert, und bald muss ich mein Tempo etwas drosseln, um bei meinen Antwortversuchen nicht außer Atem zu geraten. Mein Befrager begleitet mich bis zu meinem Zielort, wo er mich dann aber meinen Freiübungen überlässt. Da sage noch einer, ich kämpfe nicht um jede Stimme!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dieser ganze Tag konzentriert sich auf den ganztägigen Freiburg-Besuch des Botschafters der Republik Kasachstan, Dr. Nurlan Onzhanov, den ich in meine Heimatstadt eingeladen habe. Schon beim Empfang im „Alten Ratssaal“ im Freiburger Rathaus wirft der Besuch Früchte ab: OB Dr. Salomon reagiert positiv auf den Vorschlag des Gastes, ein Austauschprogramm mit der Gebietshauptstadt Taldykorgan, die etwa 250 km von Almaty liegt, in Angriff zu nehmen. Nach dem Empfang bedauern wir, dass wir im „Oberkirch“ im bestellten Nebenzimmer speisen, statt auf dem gut gefüllten Münsterplatz. Der Botschafter kann dann eine von Marion durchgeführte kleine Stadtführung genießen, bevor wir zu einem Arbeitsbesuch im „Solar-Info-Center“ starten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwischen 18 und 20 Uhr kann Dr. Onzhanov etwas ruhen im Colombi-Hotel. Ich eile dafür zu „nachgefragt“, einer populären Veranstaltung des Freiburger Rotteck-Gymnasiums, bei dem jetzt die vorletzte Kandidatenrunde stattfindet. Ich war hier schon mal Einzelgast und hatte mich dem kreativen Programm der Schülerinnen und Schüler gestellt. Sie machen es nicht ohne Anspannung - aber super! Vor und nach den Fragerunden gibt es Probewahlen, bei denen Rot-Grün so bei knapp 80 Prozent liegt – erst liege ich vorn, bei der zweiten Abfrage Kerstin Andreae. Klar, solche Ergebnisse spiegeln nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit – aber ich ahne, wie es den Mitbewerbern von CDU, FDP und der Linken geht, die bei den Schülern alle an der Fünfprozenthürde scheitern! 400 Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrer und Zuschauer haben viel Spaß. Ob auch nur einer seine politische Präferenz geändert hat, bleibt ungewiss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Fahrrad trägt mich von der Schule direkt zur Uni. Als Vorsitzender der „West-Ost-Gesellschaft Südbaden“ (WOG) begrüße ich jetzt den kasachischen Botschafter, der nun zu „Kasachstans Weg in die Zukunft“ spricht – untermalt mit einem Film zu den Schönheiten des Landes. Über 80 Leute sind gekommen und stellen dann auch viele Fragen. Der Botschafter gewinnt die Sympathien des Publikums und darf sich hinterher mit Recht an Flammkuchen und naturtrüben Ganterbier laben, denn er hat ein gelungenes Tagesprogramm hinter sich. Für mich war es weniger ein Wahlkampfeinsatz, aber trotzdem gut: Die Presse, mit der wir auch gesprochen haben, wird über den Besuch berichten und dabei belegen, dass ein Staatsminister im Wahlkampf eben auch seine ganz normale Alltagsarbeit machen muss, und das zum Wohle der Stadt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-3647413655266208931?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/3647413655266208931/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/23-september-kasachstan-zu-gast-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3647413655266208931'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3647413655266208931'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/23-september-kasachstan-zu-gast-in.html' title='23. September: Kasachstan zu Gast in Freiburg und „nachgefragt“'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-5888664649884747004</id><published>2009-09-26T04:06:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T07:39:09.356-07:00</updated><title type='text'>22. September: Präventive Friedenspolitik mit „Aktion Erler direkt“</title><content type='html'>Wieder länger als geplant: Anbindung an den Schreibtisch. Plötzlich will jetzt die „Badische Zeitung“, die sich bisher auf Portraits der Bewerberinnen und Bewerber beschränkt hatte, Aussagen zu politischen Inhalten. Acht Fragen flattern per Mail auf den Tisch, das Limit beträgt 200 Zeichen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als wieder das Karopapier aus der Schublade zu holen und mit Bleistift Buchstabe für Buchstabe in die Quadrate zu zwängen, notfalls zu radieren, bis alles passt. Dabei muss ich nebenher noch einen Vortrag vorbereiten. Für den Abend hat die „Aktion Erler direkt“ zum Thema „Präventive Friedenspolitik. Politische Konzepte und Erfahrungen zu Wegen aus der Gewalt“ eingeladen. Damit bekomme ich die Chance, noch einmal vor Ort zu meinem persönlichen Spezialbereich aufzutreten. Und außerdem bietet die Wählerinitiative ihren mittlerweile über 220 Unterstützern etwas Inhaltliches an. Es kommen wenig über 30 Interessierte in das „Centre Culturel Français“, was meinen Erwartungen entspricht. In diesem Rahmen kann man einen echten Dialog führen. Ich referiere die rot-grüne Politik 1998 bis 2005, wo wir neue Instrumente einer vorausschauenden Friedens- und Konfliktverhütungspolitik aufgebaut haben, und lenke die Aufmerksamkeit dann auf drei Beispiele für zivile EU-Missionen, die öffentlich eher selten diskutiert werden – die 2600 Mann starke EULEX–Mission im Kosovo, die Beobachtermission EUMM in Georgien und die Vermittlungsmission in Kenia zur Unterstützung von Kofi Annan, zu der ich selber an vorderster Stelle beigetragen habe. Dann komme ich auf die zwei aktuellen Fälle, bei denen jede präventive Politik versagt hat: in Somalia und Afghanistan. Natürlich war mit klar, dass Afghanistan im Zentrum der Diskussion liegen würde. Aber die Einbettung in diesen konzeptionellen Kontext erlaubt eine sehr sachliche Diskussion. Der Zweck des Abends, das merke ich im inoffiziellen Teil, wo wir noch bei einem Glas Wein oder Wasser beisammen stehen, hat sich erfüllt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-5888664649884747004?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/5888664649884747004/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/22-september-praventive-friedenspolitik.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5888664649884747004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5888664649884747004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/22-september-praventive-friedenspolitik.html' title='22. September: Präventive Friedenspolitik mit „Aktion Erler direkt“'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-8720577514586837001</id><published>2009-09-22T08:32:00.000-07:00</published><updated>2009-09-28T07:39:29.356-07:00</updated><title type='text'>21. September: Pflasterzeitung und Hausbesuche</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Unglaublich, wie viele Bürgerinnen und Bürger im Wahlkampf die Politik und ihre Abgeordneten entdecken, die doch eigentlich die ganzen vier Jahre da sind! Viele schreiben, meistens per Mail, Fragen auf, deren Beantwortung für ihre Wahlentscheidung entscheidend sei – und das in der letzten Woche vor der Bundestagswahl! Mein Ehrgeiz ist, so gut es geht selbst zu antworten. Und das kostet einige Stunden am Schreibtisch. Dann aber ruft die Juso-Hochschulgruppe, deren Info-Bus in Freiburg angekommen ist und die in Uni-Nähe eine Straßen-Aktion mit Pflasterzeitung, was immer populärer wird, durchführen, und sich freuen, dass ich für eine Stunde dabei bin. Als ich ankomme und ihre Aktion sehe, passiert was Lustiges: Ich mache noch einen Bogen, weil ich - wieder einmal ohne Mittagessen – mir noch schnell einen Imbiss kaufen will. Aber schon haben sie mich entdeckt, vermuten, ich hätte sie nicht gesehen, und einer läuft hinter mir her: „Hier sind wir!“ Ich erklär´s ihm und erreiche die Gruppe drei Minuten später mit einer fast zu scharfen Curry-Wurst in Händen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Am späten Nachmittag nun endlich Hausbesuche. Die macht man nur in Gebieten mit guten Wahlergebnissen für die eigene Partei, um die richtigen Wähler zu mobilisieren. Ich gehe mit einem Freund im Stadtteil Hochdorf von Haus zu Haus, natürlich in Mehrfamilienhäuser. Das Schwierigste ist das Reinkommen. Man klingelt und erklärt was von SPD-Kandidat und Hausbesuchen. Nicht jeder drückt da aufs Knöpfchen. Wer nicht zuhause ist (meist mehr als die Hälfte) kriegt eine kleine, persönlich unterschriebene Karte an den Türknopf gehängt. Viele machen die Wohnungstür nur einen Spalt auf, sind ängstlich. Aber dann erkennen sie mich, sind erstaunt, dass ich persönlich vorbeikomme, entschuldigen sich, dass sie mich nicht reinbitten können, (was ich ja gar nicht will) und wünschen einem dann viel Erfolg. Nach ein paar Stunden tun die Füße etwas weh. Aber Hausbesuche gehören einfach dazu, in der Schlussphase!&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-8720577514586837001?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/8720577514586837001/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/21-september-pflasterzeitung-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8720577514586837001'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8720577514586837001'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/21-september-pflasterzeitung-und.html' title='21. September: Pflasterzeitung und Hausbesuche'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-5010441680456659752</id><published>2009-09-22T08:31:00.001-07:00</published><updated>2009-09-22T08:32:45.916-07:00</updated><title type='text'>20. September: Die Zukunft braucht eine Lobby</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;„IRENA oder warum die Zukunft eine Lobby braucht?“ – so lautete der Titel einer Matinee zur Energiepolitik, zu der die „Aktion Erler direkt“ am Vormittag in das Solar-Info-Center in Freiburg eingeladen hat. Hauptredner ist mein Bundestagskollege Dr. Hermann Scheer, Gründer von „Eurosolar“ und Träger des Alternativen Nobelpreises. Manchmal mach er es spannend: Eigentlich wollte er schon am Vorabend in Freiburg sein, bei seinem Freund Rolf Disch, dem bekannten Solararchitekten, übernachten und mit ihm zur Veranstaltung kommen. Als ich eintreffe, ist Rolf Disch, der mit auf dem Podium sitzen soll, schon da, aber ohne Hermann Scheer: „Der hat angerufen, dass er um 11 Uhr mit dem Zug in Freiburg ankommt und sich dann ein Taxi nimmt!“ Na prima, die Veranstaltung ist auf 11 Uhr angesetzt, und die DB kann auch Verspätung haben. Die Leute werden gebeten, etwas Geduld zu haben, sich an der Theke einen Kaffee zu holen oder eine Brezel zu verspeisen. Sie tun das ohne Murren, während ich Herrmann auf seinem Handy zu erreichen versuche. Nach mehreren vergeblichen Versuchen klappt es: Er sitzt immerhin schon im Taxi!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Viertel nach 11 geht´s los. Der Student Andres Meihofer begrüßt für die Wählerinitiative die über 100 Gäste, gut vorbereitet und in freier Rede, obwohl er bis vor wenigen Stunden noch auf einer Exkursion in Griechenland war. Und dann legt Hermann Scheer los. Ich kenne ihn seit Jahrzehnten und wir sind gute Freunde. Er fängt ganz langsam, leise und etwas nuschelnd an. Das zwingt zur Aufmerksamkeit, erleichtert es aber, seinen Gedankengängen zu folgen. Seine Analyse der Interessen der großen Energiekonzerne und der Atomwirtschaft, die sich mit dem Atomforum, der Wiener Atomenergiebehörde IAEO und der Internationalen Energieagentur (IEA) eigene Organe zu ihrer Interessenwahrung geschaffen haben, überzeugt. Die Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA), als deren „Gründungsvater“ Hermann Scheer gilt, soll endlich ein Gegengewicht schaffen. Der Vortrag, fast eine Stunde, lässt keine Frage unbeantwortet und bestärkt das Publikum, in dem auch viele Fachleute sitzen, mit guten Argumenten für eine Energiepolitik, die voll auf die Renewables setzt. „Man muss es nur politisch wollen“ – und nicht z.B. wie in Baden-Württemberg 98 % der Flächen für Windkraftnutzung sperren, um dann zu behaupten, die Erneuerbaren könnten es allein nicht schaffen und bräuchten verlängerte Laufzeiten der AKWs als „Brückentechnologie“…&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;In der Diskussion zeigen Rolf Disch und Andreas Markowsky, Geschäftsführer der Ökostrom GmbH, auf, was in der Region schon umgesetzt wird und möglich ist. Hermann Scheer kriegt anhaltenden Beifall und noch viele Fragen gestellt nach dem Ende der Veranstaltung, muss aber schon zu einem Anschlusstermin nach Lahr weiterfahren. Seine Abholerin vom Team des SPD-Kandidaten aus Emmendingen, Johannes Fechner, drängelt bereits. Dort wird er pünktlich sein.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Aus meiner Einladung an Hermann zum Mittagessen wird also nichts. Das gibt mir aber Gelegenheit, schnell noch zum Seepark zu fahren, wo der Weltkindertag zahlreiche Freiburger Gruppen zu einem großen bunten Angebot für Kinder und Eltern motiviert hat. Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach eröffnet in gleißender Sonne das Familienfest und überreicht überdimensionale Schecks als Erlös aus einem 24-Stunden-Lauf für Kinderrechte, zu dem ich auch was beigetragen habe, an verschieden Gruppen. Die Leute freuen sich bei dem anschließenden Rundgang, wenn man Interesse für ihre Arbeit und ihr Engagement zeigt. So bleibe ich viel länger als geplant.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-5010441680456659752?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/5010441680456659752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/20-september-die-zukunft-braucht-eine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5010441680456659752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5010441680456659752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/20-september-die-zukunft-braucht-eine.html' title='20. September: Die Zukunft braucht eine Lobby'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-8129566330449866424</id><published>2009-09-21T10:02:00.000-07:00</published><updated>2009-09-21T10:12:06.641-07:00</updated><title type='text'>19. September: Mit Bärenfellmütze, Russenhemd und Balalajka bei „Avanti Dilettanti“</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Der Tag beginnt heute um 7.20 h mit einem Radio-Interview zu Obamas Entscheidung gegen die Raketenstationierung in Polen und Tschechien, die ich lebhaft begrüße. Dann geht´s schon bald zu einem Infostand im Stadtteil &lt;/span&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Betzenhausen&lt;span style=""&gt;-&lt;/span&gt;Bischofslinde, wo ich aber nach einer Stunde schon wieder weg muss, um bei einem Festakt zum 90. Geburtstag der Volkshochschule Freiburgs teilzunehmen. Die Leute haben Verständnis, dass ich nach den Reden beim netten Kulturteil schon wieder rennen muss, um noch Zeit für den Innenstadt-Stand zu haben. Hier unterhält heute ein Genosse aus der March besonders die Kinder als Leierkastenmann mir beweglichem Affen. Die Leute haben alle den neuen „Deutschlandtrend“ gehört und geben häufig aufmunternde Zeichen. Natürlich kommen auch die „alten Bekannten“, die mich am liebsten in endlose Gespräche zu „ihrem Thema“ verwickeln.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Kurz zum Italiener für eine Lasagne, dann mit Marion nach Opfingen-Wippertskirch. Der Männergesangverein bittet zum Zwiebelkuchenfest, und wir hatten zugesagt. Wiedersehen mit der cleveren Weinprinzesin Sarah, die wieder ohne Spickzettel begrüßt. Aber heute kann ich nirgendwo verweilen. Der nächste Termin wartet mit völlig anderen Leuten: 30 Jahre Atelierhaus Villa Mitscherlich. Die Kunstszene Freiburgs versammelt sich in dem geschwungenen Jugendstiltreppenhaus, als Kulturbürgermeister Ulrich von Kirchbach&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;das sicher noch lange anhaltende Fest eröffnet. Ein kleiner Rundgang, viele Hände schütteln, ein Glas Rotwein. Dann mit dem Fahrrad zurück, nach Hause.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Letzte Gelegenheit, sich auf einen Auftritt vorzubereiten, der mir tatsächlich buchstäblich an die Nerven geht. „Avanti Dilettanti“ heißt die Wohltätigkeitsveranstaltung für Journalisten und Medienleute in der Wodan-Halle. Verschiedene eher professionelle Sänger und Bands gestalten den Abend, wirklich as hoc spielt nur die BZ-Band, also die schreibende Zunft der „Badischen Zeitung“. Letztes Jahr hatten sie mich zu einem Balalajka-Auftritt überredet, der sehr gut ankam – wohl auch, weil er so spät kam, dass alle schon gut drauf waren! Das wollen sie dieses Jahr wieder haben, fairerweise wurden aber die anderen Kandidaten auch zu Darbietungen eingeladen. Wann sollte ich auf meinem Instrument üben? Die paar Minuten, die ich dazu fand, reichten nicht mal zur Hornhautbildung auf den Fingerkuppen, ohne die das Spielen sogar schmerzt. Also leichte Flatter!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Kerstin Andreae kann etwas Blockflöte, führte aber lieber einen kleinen, ganz witzigen Sketch auf, mit zwei Bürgermeistern als willigen Sparringpartnern. Daniel Sander las einen fiktiven Tagebucheintrag vor, der vor allem durch gekonntes Sich-selbst-durch-den-Kakao-ziehen gut gefiel. Dann musste ich auf die Bühne, mit Bärenfellmütze, Russenhemd und Balalajka. Jetzt sich nicht total verspielen! Aber plötzlich war ich ganz ruhig, obwohl ich geblendet das Publikum bestenfalls auf den vordersten Plätzen sah. Erst „Stenka Rasin“ mit Gesang, dann „Der Mond scheint“ nur instrumental und dann die „Abendglocken“, die ich erst als Gesang mit Balalaika vortrage, um dann das Publikum einzubeziehen, das das Echo der Glocken beitragen muss. Meine Stimme, das merke ich, füllt den Raum, und zum Glück habe ich den eilig auswendig gelernten Text aller vier Strophen präsent. Langer, sehr langer freundlicher Applaus. Sofort danach kann ich selber abschalten, genießen. Eine der komischsten, aber auch nervzehrendsten Hürden in diesem Wahlkampf ist genommen. Jetzt nicht mehr Radler, sondern ein großes Pils!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-8129566330449866424?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/8129566330449866424/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/19-september-mit-barenfellmutze.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8129566330449866424'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8129566330449866424'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/19-september-mit-barenfellmutze.html' title='19. September: Mit Bärenfellmütze, Russenhemd und Balalajka bei „Avanti Dilettanti“'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-8741057641456419720</id><published>2009-09-21T09:45:00.000-07:00</published><updated>2009-09-21T10:01:43.603-07:00</updated><title type='text'>18. September: Peter Struck teilt aus und die „Heiße Couch“</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Der neue „Deutschlandtrend“ sickert schnell durch. Die SPD hat leicht aufgeholt. Endlich! Und noch im richtigen Moment. ARD und ZDF werden keine weiteren Umfragen veröffentlichen. Es bewegt sich was und das in die richtige Richtung – aber wo wird das in 9 Tagen landen?&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Peter Struck kommt kurz nach 10 Uhr beim „&lt;span style=""&gt;Zentrum Oberwiehre“ mit seinem Motorrad und zwei Begleitmotorrädern um die Ecke. Etwa 100 Leute sind schon da, begrüßen ihn freundlich auf seiner Abschiedstour durch Deutschland. Wir haben die Parole ausgegeben „Peter Struck teilt aus – aber nicht nur mit Worten!“ Ich erinnere an gemeinsame Arbeit mit dem Fraktionsvorsitzenden von 1998 bis 2002 und 2005-2009. Er hält keine lange politische Rede, knüpft mit Lob für meine Arbeit in Berlin an meine Worte an, schnappt sich einen, der ihm ähnlich sieht und immerhin „Strub“ heißt, für ein Foto – und teilt dann, selber einen Kaffe vorziehend, den „Neuen Süßen“, den Traubensaft sowie den Zwiebelkuchen und Quiche aus, den wir beschafft bzw. selber gebacken haben. Alle greifen zu, die Vorräte schwinden schnell. Peter sieht in seiner Motorradkluft wirklich wie ein Rocker aus, und rocken kann er wirklich, das habe ich 2-3-mal selbst miterlebt! Viele lassen sich mit ihm ablichten oder nehmen ein Autogramm auf einer Postkarte mit, die Struck auf der Kuppelterrasse des Bundestags zeigt. Nach einer Stunde fährt er weiter nach Lahr. Für einen Termin an einem Werktag um 10 Uhr war es super. Und schon wieder gute Stimmung!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;        &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Die versuche ich auch am Nachmittag auf dem Bauernmarkt im Stadtteil Herdern zu verbreiten, wo sich ungewöhnlich viele Genossen um einen Infostand scharen. Ich rede ein bisschen mit den Besuchern, werde mehrfach in privaten Angelegenheiten oder zur Bundespolitik angesprochen, immer eher wohlwollend. Ein junger Mann will es ganz genau mit der Erststimme wissen. Ich weiß nicht, ob ich ihm erfolgreich vorgerechnet habe, welches Risiko bei der Erststimmenabgabe für die grüne Bewerberin steht. Das wird immer mehr das Hauptthema vor Ort. Aber das ist auch wichtig! Als ich gehe, habe ich zwei Schachteln mit selbstgemachtem Eis, in Zeitungspapier geschützt, als „Beute“ (aber gekämpft!) mit mir.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;Abends steigt die traditionsreiche Veranstaltung „Heiße Couch“ im Stadtteil Weingarten, diesmal mit einer Feier zum 30jährigen Bestehen des „Forums Weingarten“ verbunden. Hier ist auch Schlagfertigkeit und Unterhaltsamkeit bei den fünf Kandidatinnen/Kandidaten, die diesmal alle da sind, gefragt. Aber der Doppelcharakter des Abends engt das Programm ein, an dessen Anfang viele Grußworte gehalten werden. Wir kommen alle nicht richtig zur Entfaltung, halten eher politische Kurzstatements, unser Mutterwitz findet kein Ventil. Spaß haben die Leute erst nach uns, bei dem Quartierskabarett der „Hetzlacher“, die ihrem Namen alle Ehre machen. Für mich bleibt es eine Art Heimspiel. Hier können die etwa 200 Gäste auch ihr Kreuzchen bei den Kandidaten machen. Am Ende habe ich 55 %, gefolgt von Kerstin Andreae (Grüne) mit 18 %. Hätte nichts dagegen, wenn das der Endstand wäre!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-8741057641456419720?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/8741057641456419720/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/18-september-peter-struck-teilt-aus-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8741057641456419720'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8741057641456419720'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/18-september-peter-struck-teilt-aus-und.html' title='18. September: Peter Struck teilt aus und die „Heiße Couch“'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-2909464973826696236</id><published>2009-09-21T09:36:00.000-07:00</published><updated>2009-09-21T09:44:38.137-07:00</updated><title type='text'>17. September: Bei der „Lebenshilfe“ und dann Kandidatenrunde</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Der Tag beginnt 7.05 h mit einem Interview, wieder einmal zu den Wahlen in Afghanistan. Später besuche ich die „Lebenshilfe“, eine sehr engagierte Organisation, die sich der Unterstützung von Menschen mit Behinderungen widmet. Der kleine Saal ist voll mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie mit „Kunden“, wie sie hier die erschienenen Menschen mit Behinderung nennen. Einige winken mir zu: Sie hatten mich vor einigen Wochen in Berlin besucht und über ein Gespräch im Bundestag sehr gefreut. Jetzt sind sie wieder da und folgen meinen Ausführungen über die SPD-Politik für Menschen mit Behinderungen aufmerksam. Ich muss sehr aufpassen: Einfach sprechen, kurze Sätze, Fremdwörter (etwa den Zentralbegriff „Inklusion“) konsequent vermeiden! Es kommt zu einer eifrigen Diskussion, mit viel Neugier auch an meinem Beruf und Arbeitsalltag. Dann auch ein Gespräch mit der Zeitung. Ich sage zu, bei der Stadt dafür zu werben, dass sie vertraglich gesicherte Aufträge an die „Lebenshilfe“ vergibt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Am Abend findet eine der wenigen Kandidatenrunden mit den Vertretern der fünf Bundestagsparteien statt, und zwar bei den „Wirtschaftsjunioren“. Das Ambiente ist außergewöhnlich – in den Verkaufsräumen eines BMW-Autohauses. Klar, dass es hier Platzvorteile für die Konkurrenz von CDU und FDP gibt. Die Moderatoren stellen artig Fragen, haben uns aber ermuntert, auch dazwischen zu funken. Davon mache ich Gebrauch. Punktesammeln bei den Themen aktive Arbeitsmarktpolitik, Arbeitsplätze durch Erneuerbare Energien in unserer Region, Studiengebühren. In der Steuerpolitik punktet die FDP, logisch. Wenig Konkretes vom CDU-Kandidaten. Hinterher sagt mir ein Bekannter, es hätte zwei Profis und 3 Laienschauspieler auf der Bühne gegeben – und mit den Profis meinte er die beiden MdBs von SPD und Grünen. Nicht mehr als ein Achtungserfolg, aber immerhin. Drei Jungs von der „Jungen Union“ fragen mich – keine 2 m vom CDU-Bewerber Sander entfernt, ob ich mich mit ihnen fotografieren lassen würde. Klar, sage ich, „wenn es Euch nicht schadet!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-2909464973826696236?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/2909464973826696236/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/17-september-bei-der-lebenshilfe-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/2909464973826696236'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/2909464973826696236'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/17-september-bei-der-lebenshilfe-und.html' title='17. September: Bei der „Lebenshilfe“ und dann Kandidatenrunde'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-5726905144146942108</id><published>2009-09-21T09:35:00.001-07:00</published><updated>2009-09-21T09:35:48.364-07:00</updated><title type='text'>16. September: Bei der AG 60+</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Die „Basler Zeitung“ macht ein Interview mit mir zum Wahlkampf mit einem Redakteur, der in Freiburg wohnt und sich daher gut auskennt. Am Nachmittag treffen sich die SPD-Senioren (AG 60 +) in der Gaststätte „Goldener Sternen“. Ich begrüße viele Aktivisten, die immer wieder mit anpacken – bei den Eintütaktionen, beim Einwerfen von Briefen, bei den Infoständen. Jetzt wollen sie was wissen über Stand und Aussichten des Wahlkampfs. Und viel diskutieren! Ich mache es gerne, denn ihre Motivation führt direkt in ihre aktive Beteiligung. Später treffe ich noch auf dem Bauernmarkt im Vauban-Gelände Herrn Sladek aus Schönau, eines der markanten Gesichter im Bereich von Ökologie und Erneuerbare Energien. Er sagt offen, dass er diesmal die SPD unterstützt. Seine Sorge sind eventuelle Einschränkungen beim „Erneuerbaren-Energien-Gesetz“. Und er freut sich, als ich ihm erzähle, dass ich bei meiner Berliner Wohnung vor einigen Monaten von Vattenfall zu Schönau mit seiner Stromversorgung gewechselt bin.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-5726905144146942108?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/5726905144146942108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/16-september-bei-der-ag-60.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5726905144146942108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5726905144146942108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/16-september-bei-der-ag-60.html' title='16. September: Bei der AG 60+'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-6619051828681103246</id><published>2009-09-18T08:14:00.001-07:00</published><updated>2009-09-18T08:14:48.925-07:00</updated><title type='text'>15. September: In Brüssel</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Um 4 Uhr früh klingelt der Wecker, 45 Minuten später sitze ich im Auto zum Euroairport Basel, um nach Brüssel zu fliegen. Ich nehme dort an der EU-Außenministerkonferenz teil, um über den Zwischenstand der EU-Zentralasienstrategie zu beraten. Am Rande der Sitzungen treffe ich vier Außenminister: die von Kasachstan, Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan. Meine Rede zur deutschen Wasserinitiative in Zentralasien kommt gut an. Einige gratulieren mir. Ich führe auch ein Gespräch mit Holly Carter von Human Rights Watch zu Menschenrechtsproblemen in Russland und Zentralasien, wo wir gemeinsame Ziele verfolgen. Als ich nur eine halbe Stunde vor Mitternacht in Freiburg wieder ankomme, denke ich mir: Wenn eine „Auszeit“ aus dem Wahlkampf so aussieht, tut es zwar gut, weil man sich mal wieder ernsthaft mit anderen Themen beschäftigt – aber es schlaucht auch ganz schön!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-6619051828681103246?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/6619051828681103246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/15-september-in-brussel.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/6619051828681103246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/6619051828681103246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/15-september-in-brussel.html' title='15. September: In Brüssel'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-3066072423190381155</id><published>2009-09-18T08:12:00.000-07:00</published><updated>2009-09-18T08:13:25.053-07:00</updated><title type='text'>14. September: Im Sternwald wird der neue James Bond gedreht</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Es geht um 7.30 Uhr los. Ich bin verabredet mit einem Redakteur der „Badischen Zeitung“ – zum Joggen! Er schreibt ein Porträt über mich, das jeder Freiburger Kandidat bekommt. Ich habe mir als meinen „Lieblingsplatz“ eine Stelle im Sternwald, unweit meiner Wohnung und der Brücke über die Bahnlinie der Höllentalbahn ausgesucht, wo immer meine morgendlichen Läufe enden. Der Fotograf versucht zunächst ein Bild zu machen, wie ich über die Brücke laufe. Leider ist schlechtes Wetter, Nieselregen. Der Hintergrund liegt im Nebel. Eine Dame mit Hund an der Leine guckt verwundert, was wir da machen. Ich scherze mit der Auskunft „Hier wird gerade der neue James Bond gedreht!“&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Neuer Versuch: Ich mache Liegestütze an der Bank an dem Waldrastplatz. Jetzt ist der Fotograf zufrieden. Dann gehe ich mit dem Redakteur auf die Strecke. Er dürfte 30 Jahre jünger als ich sein, sein letzter Lauf ist aber 3 Wochen her. Ein bisschen spüre ich die Oberschenkel von der gestrigen „Rieselfeldmeile“, aber ich will natürlich nicht, dass er schreibt „Erler zuckelt im Trimmtrab durch den Wald…“ Also ziehe ich gleich etwas an und kann ein Schmunzeln nicht unterdrücken, als ich merke, wie der Redakteur hinter mit leicht ins Pusten kommt: Er hält mit, aber mit gewisser Achtung.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Hinterher sitzen wir, ungeduscht, am Esszimmertisch, wo Marion ein gutes Frühstück bereitet hat. Anders als sonst gesellt sich ein Spiegelei zu meinem Müsli mit Joghurt und Ingwermarmelade. Der Notizblock meines Gastes füllt sich mit meinen Zitaten zu meiner Arbeit als Staatsminister, zu meinem Wahlzielen und zur Frage der Erststimmen. Ich nehme an, er wird noch duschen gehen, bevor er das alles in der Redaktion zu seinem Porträt zusammenbastelt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt;"&gt;Der Rest ist auch nicht untypisch für einen Wahlkampf: Kampf am Schreibtisch! Man muss unzählige Texte abliefern. Jetzt kommen sie alle, die Blätter vor Ort – was Sie für Freiburg machen wollen in 500 Anschlägen, was Ihre wichtigsten Wahlaussagen sind in 2000 Anschlägen! Man muss das regelrecht auf Karopapier entwerfen, damit man das Limit im Auge behält! Ich schreibe alle meine Texte selbst. Das kostet Zeit, ist mit aber wichtig. Abends muss ich noch eine dicke Mappe durcharbeiten, weil ich morgen dienstlich nach Brüssel reisen muss.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-3066072423190381155?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/3066072423190381155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/14-september-im-sternwald-wird-der-neue.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3066072423190381155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3066072423190381155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/14-september-im-sternwald-wird-der-neue.html' title='14. September: Im Sternwald wird der neue James Bond gedreht'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-3305483702811175970</id><published>2009-09-15T04:57:00.002-07:00</published><updated>2009-09-15T04:58:38.896-07:00</updated><title type='text'>13. September: Vesperstübli, 5-km-Lauf und eine Weinprinzessin</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Oben in Schönwald, im Hochschwarzwald, wohnt der „Rote Bauer“ Lukas Duffner. Am 6. September ist er 80 Jahre alt geworden, er hat 11 Kinder, 8 Schwiegerkinder, 18 Enkel und einen Urenkel. Und er hat mich zu einer politischen Matinee in sein Vesperstübli auf über 1000 m Höhe eingeladen, um den örtlichen Bundestagskandidaten Friedrich Scheerer zu unterstützen. Es trudeln fast 30 Leute ein, ziemlich alle SPD-Mitglieder, und wir bleiben draußen in der warmen Septembersonne. Das macht Spaß, und die Zeit geht im Nu rum. Als Lukas hört, dass ich zum Essen nicht bleiben kann, steckt er mir eine Plastiktüte mit einer deftigen Wegzehrung zu. Schade, heute wär’s schön, hier oben ein bisschen zu verweilen.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Aber da ruft schon die „Rieselfeldmeile“ in Freiburgs jüngstem Stadtteil. Ich bin für den 5-km-Lauf quer durch das Quartier wie all die letzten Jahre angemeldet. Mein „Junges Team“ wartet schon mit seinen roten T-Shirts. Die jungen Leute, vom Sprecher als meine Bodyguards angesprochen, bleiben rücksichtsvoll in meiner Nähe, obwohl sie schneller könnten. Die Sonne macht mir etwas zu schaffen. Am Ende laufe ich bei 32 Minuten ein, drei Minuten länger als 2008. Aber das ist egal. Hier läuft jeder, wie er will und kann. Jeder wird angefeuert, keiner verlacht. Diese Atmosphäre mag ich, ein richtiges Familienfest ohne Stress. &lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Der Ortsverein Haslach-Weingarten ist mit seinem Kinderprogramm schon seit 11 Uhr da. Die schuften richtig, denn alle Kinder wollen die gasgefüllten Luftballons und auf die Rutsche. Ein Dackel hat 11 SPD-Luftballons am Schwanz, verliert aber trotzdem seine Bodenhaftung nicht. Die Veranstalter lassen mich noch schnell duschen, dann darf ich den Anfang der Siegerehrung machen. Da geht es nicht um die schnellsten, sondern erst mal um die ältesten, die alle 5 km gelaufen sind: ein Mann mit 81, eine Frau mit 77 Jahren! Sie kriegen von mir eine Urkunde, genauso wie eine Frau, die über 44 Minuten gebraucht hat – um auch jemanden hervorzuheben, der sich seiner relativen Langsamkeit nicht scheut und trotzdem mitmacht. Und dann die Überraschung: Als „Treueprämie“ wird mir eine hübsche kleine Rieselfeldmedaille um den Hals gehängt! Sie wird bei mir einen Ehrenplatz kriegen. Heiser mache ich mich auf den Weg, nur ein paar Kilometer weiter nach Opfingen. Heiser, weil ich richtig ins Mikro gebrüllt habe. So ein Fest ist laut. Hinterher erfahre ich, dass man bei allen Ehrungen eigentlich nur mich richtig verstanden hat. Manchmal zahlt sich Erfahrung aus.&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Vor der Tuniberghalle in Opfingen stehen viele Leute und warten auf eine Kutsche. Sie wird neben ehemaligen Weinhoheiten die frischgekrönte Weinprinzessin für den Bereich Kaiserstuhl-Tuniberg herbei fahren - und die heißt Sarah Kappeler und kommt aus Opfingen. Alle vor Ort sind stolz auf sie. Ich hatte sie ja schon bei ihrem Einsatz in Eichstätten am 4. September bewundert, wo sie Wind und Regen trotzend ohne Spickzettel oder gar vorlesend munter das Weinfest eröffnet hat. Kirchenchor, Musikverein, Männergesangsverein, Winzergenossenschaft, Ortsvorsteher, Pfarrer – alle sind gekommen. Reden und Musik und wieder Reden. Dann die Rubrik „Grußworte der Gäste“. Der Vorsitzende der Winzergenossenschaft sagt „erst die Politik“ und kündigt ein Grußwort von Staatminister Gernot Erler an. Das war überhaupt nicht verabredet, aber sowas kommt vor. Auf dem Weg zum Podest entscheide ich, die kürzeste aller Reden zu halten: Ich erinnere an Sarahs „Wasserprobe“ (statt Feuertaufe) in Eichstetten, sage, von ihr könne sich mancher Bundespolitiker eine Scheibe abschneiden und lade sie und fünf weitere Personen ihrer Wahl zu einer viertägigen Berlin-Informationsreise ein – wenn königliche Hoheit ihr Amt erfolgreich durchgestanden haben. Alle finden’s gut – vom Musikverein, dem Sarah auch angehört, gehen bei ihr erste Anmeldungen für Berlin ein. Und Sarah versichert nur, sie käme auch gerne schon während ihrer Regentschaft. Ein patentes Mädel!&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Abends treffe ich viele Freunde und Bekannte beim „Public Viewing“ der SPD im Bursen-Café, wo ich vor zwei Tagen noch mit Franz Müntefering gesessen bin. Auf der „Großleinwand“ (tatsächlich ein Stück weiße Wand): das TV-Duell! Ich sag jetzt nichts, jeder ist da parteiisch. Aber gelangweilt habe ich mich nicht, vielmehr gebangt und gelitten, bis endlich feststeht: Mein Favorit hart nicht gepatzt, hat öfter „klare Kante“ gezeigt, wurde von Minute zu Minute lockerer (mit Ausnahme des bei beiden auswendig gelernt wirkenden Schlussworts) und punktete schließlich – und das ist ja wichtig – bei den Unentschlossenen. Am Ende musste ich denken: Was hab ich’s doch gut mit meinem Hochschwarzwald, meinen Lauffreunden und meiner Weinprinzessin…&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-3305483702811175970?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/3305483702811175970/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/13-september-vesperstubli-5-km-lauf-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3305483702811175970'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/3305483702811175970'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/13-september-vesperstubli-5-km-lauf-und.html' title='13. September: Vesperstübli, 5-km-Lauf und eine Weinprinzessin'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-7448985998869904025</id><published>2009-09-15T04:57:00.001-07:00</published><updated>2009-09-15T04:57:42.649-07:00</updated><title type='text'>12. September: Suppe in Haslach-Weingarten, Freigabe der Wiwili-Brücke und später beim „Dreisam-Hock“</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Heute erinnert es ein bisschen an Marathon: 10.30 Uhr Eröffnung der Baden-Messe, zu der diesmal Ministerpräsident Oettinger höchstselbst (aber mit 30 Minuten Verspätung) angereist ist, sofort weiter nach den Eröffnungsreden zur&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;SPD Haslach-Weingarten, die am Marktplatz dort heute Suppe ausschenkt. Die hatte ich bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung („Aktion Weihnachtswunsch“) der Badischen Zeitung ersteigert, und nun steht dort eine monströse „Gulaschkanone“ mit drei DRK-Leuten, die eine sehr leckere Erbsensuppe austeilen. Ich beobachte einen älteren hageren Mann, der sich zweimal Nachschlag holt und sich später eine verschließbare Plastikschale noch mit der Suppe auffüllen lässt. Vielleicht ist es länger her, dass er was Warmes in den Magen bekommen hat.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;Wir versorgen von der reichhaltigen Suppe noch das „Forum Weingarten“, das gerade sein 25jähriges Jubiläum feiert, dann flitze ich zurück in die Innenstadt. Wenigstens für ein Stündchen will ich mich am Info-Stand in der Innenstadt sehen lassen. Aber schon um 14 Uhr wartet die für 6,3 Mio. € restaurierte Wiwili-Brücke, die über die Bahngleise das Stadtzentrum mit dem Stadtteil Stühlinger verbindet, auf ihre Freigabe. Mir scheint, der ganze Stadtteil ist auf den Beinen. Ich darf sogar das Band neben Ober- und Finanzbürgermeister mit durchschneiden! Die Stimmung ist gut, ein vom OB angestochenes Fass Bier vermag sie noch zu steigern. Aber dann ziehen viele ab ins Stadion, denn der SC Freiburg spielt gegen Eintracht Frankfurt. Ich muss verzichten, denn noch eine Veranstaltung winkt: Eine Kandidaten-Runde des Bürgervereins Oberwiehre-Waldsee beim „Dreisam-Hock“ zum Thema Stadttunnel und anderem. Immerhin: Wir sitzen in der Sonne, sind uns in Sachen Stadt-Tunnel weitgehend einig, und am Ende fragt mich natürlich wieder jemand nach Afghanistan. Beifall nach meiner Antwort. Zeit für ein Bier und die Hallelujah Stompers, eine Dixieland-Band, die nach meiner Erinnerung schon solange beisammen ist, wie ich in Freiburg lebe. Na ja, das wären 43 Jahre. Vielleicht haben sie doch später angefangen, aber ich höre ihnen immer wieder gerne zu, bis mein Fahrrad mich sicher nach Hause bringt. Übrigens hat der SC 0:2 verloren, ich habe also wohl nicht viel verpasst.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-7448985998869904025?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/7448985998869904025/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/12-september-suppe-in-haslach.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7448985998869904025'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7448985998869904025'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/12-september-suppe-in-haslach.html' title='12. September: Suppe in Haslach-Weingarten, Freigabe der Wiwili-Brücke und später beim „Dreisam-Hock“'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-677364293519654911</id><published>2009-09-15T00:56:00.001-07:00</published><updated>2009-09-15T00:56:46.906-07:00</updated><title type='text'>11. September: Münte in Freiburg</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Heute ist nach dem 18. August (mit dem Sommerbesuch von Kanzlerkandidat Steinmeier) wahrscheinlich der wichtigste Tag in der Wahlkampagne: Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering kommt nach Freiburg. Genau 9 Minuten stehen mir nach Ablaufplan der Kundgebung für ein eigenes Statement zur Verfügung. Gestern Abend war ich einfach zu müde, um mich konzentriert vorzubereiten. Heute sitze ich schon in der Morgendämmerung am Schreibtisch und bastele an meinem Beitrag.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Aber vor der Kundgebung hatte ich mich noch auf einen Kaffee mit meiner Bundestagskollegin Kerstin Andreae von den Grünen verabredet. Trotz ihrer Erststimmenkampagne versuchen wir, unser gutes Verhältnis aufrechtzuerhalten, und dazu dienen diese persönlichen Kontakte. Aber dann kommt „Münte“. Auf dem Rathausplatz steht eine eindrucksvolle Bühne samt Großleinwand, die weit in die Rathausgasse einsehbar ist. Aus Sicherheitsgründen braucht man Einlasskarten für das kleine Real von Sitzplätzen, alle anderen müssen hinter den Absperrungen stehen.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Der Parteivorsitzende sitzt im Bursencafé und gibt Interviews. Er ist die Ruhe selbst. Am Morgen ist er in Bonn gestartet, hatte eine Veranstaltung im Murgtal, jetzt ist er in Freiburg, muss dann zu einer zentralen Großkundgebung nach Mannheim und wird am Abend dann noch einmal in Hamburg sprechen. So geht es jeden Tag. Man sieht es dem 69-Jährigen aber nicht an.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Wir gehen, angekündigt und unter Beifall durch die Menschenmenge auf die Bühne. Die Sonne strahlt. Ich fange an mit einem Spaß: „Als Oskar Lafontaine und Angela Merkel genau hier sprachen, hat es geregnet. Guido Westerwelle ist deshalb ins Konzerthaus geflüchtet. Heute ist Franz Müntefering hier, und wir haben Sonnenschein. Er steht mit beiden Beinen auf den Boden, nah bei den Menschen und ihren Sorgen, aber er hat offenbar auch einen guten Draht nach oben. Herzlich willkommen in Freiburg, Franz Müntefering!“ Dann wird es sehr still in der Runde: Ich habe mich entschlossen, gleich zu Beginn meiner Rede auf Afghanistan einzugehen. Es hat keinen Sinn, da auszuweichen, und die Außenpolitik ist mein spezielles Arbeitsfeld. Nach zwei Minuten kann ich erleichtert aufatmen. Keine Proteste, sondern Beifall für meine Begründung dafür, dass ich zwar so schnell wie möglich die Bundeswehr abziehen möchte, dass dies aber erst verantwortbar ist, wenn die afghanische Gesellschaft sich selbst gegen die Taliban verteidigen kann.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Hinterher höre ich, dass der Rest meiner Ausführungen zu den Stichworten Arbeit, Bildung und Energiepolitik gut ankamen. Und nun spricht Franz, mit seinen kurzen Sätzen, leicht verständlich, voller Engagement, ohne Floskeln, sondern zu konkreten Inhalten – und viel länger als geplant! Aus 30 Minuten werden 60, und alle bleiben auf dem Platz. Sein Team wird etwas nervös. Aber sie wissen: Das macht er, wenn er spürt, die hören zu, und wenn ihm die Atmosphäre gefällt. Es dauert noch lange, bis er alle Hände geschüttelt, Autogramme gegeben und sich die vielen kleinen Fragen und Ratschläge angehört hat. Das war super! Offiziell waren´s 1500 Teilnehmer. Und was wäre gewesen, wenn es gegossen hätte? Ab und zu braucht man ganz einfach Glück!&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Zeit zum Nachgenießen bleibt wenig. Im Rathaus wartet ein städtischer Empfang zu Ehren des SPD-Altoberbürgermeisters Dr. Rolf Böhme, bei dem ich einige alte Weggefährten treffe wie Dieter Spöri, ehemaliger Wirtschaftsminister in der Großen Koalition in Stuttgart, und Gunter Huonker, ehemaliger Kanzleramtsminister zu Helmut Schmidts Zeiten. Beide sind eigens aus diesem Anlass nach Freiburg gereist. Aber ich&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;kann nicht einmal den Schluss der Reden abwarten, weil ich noch ins benachbarte Gundelfingen zu meiner SPD-Bundestagskollegin Rita Schwarzlühr-Sutter fahren muss, um dort einen Vortag zur Außenpolitik zu halten. Ich rechne mit 25 Leuten. Große Überraschung: Es sind mehr als 50, Bürgermeister Bentler, den ich seit etwa 40 Jahren gut kenne, empfängt mich mit freundlichen Lobesworten (früher gehörte Gundelfingen mal zu meinem Wahlkreis, da war ich regelmäßig hier unterwegs!) und nach meinem Vortrag, den ich völlig frei halte, entspannt sich ein reges Gespräch, und das nicht nur zu Afghanistan. Beschenkt mit einer Flasche Obstler und je einem Glas Honig und Marmelade fahre ich müde, aber mit guten Gefühlen nach Hause. Keiner soll behaupten, dass kleine Erfolge nicht wichtig für die Stimmung sind!&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-677364293519654911?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/677364293519654911/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/11-september-munte-in-freiburg.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/677364293519654911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/677364293519654911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/11-september-munte-in-freiburg.html' title='11. September: Münte in Freiburg'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-8571433076039996678</id><published>2009-09-15T00:55:00.001-07:00</published><updated>2009-09-15T00:57:03.502-07:00</updated><title type='text'>10. September: zu Gast bei TV-Südbaden</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;Früh geht’s zurück nach Freiburg per Flug Berlin-Mannheim und weiter mit der Deutschen Bahn, die wegen einer Verspätung allerdings gleich meinen nächsten Programmpunkt zuhause killt. Am Nachmittag nehme ich an einem Gespräch der Bauwirtschaft unserer Region mit Politikern teil. Das gehört zu den regelmäßigen Pflichten, sich die Sorgen und Vorschläge einzelner Branchen anzuhören. Was die Auslastung angeht, zeichnet sich ein gemischtes Bild: Die Handwerker spüren bereits die Subventionierung von Instandsetzungs- &lt;span style=""&gt; &lt;/span&gt;und CO2-Gebäudesanierungsaufträgen. Im Straßenbau ist das Konjunkturprogramm bei der Auftragslage noch nicht so ganz angekommen – wegen der längeren Vorlaufzeit für neue Projekte. Die Planer im Regierungspräsidium dagegen schwitzen schon und machen Überstunden.&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;Dann muss ich zu TV-Südbaden, einem kleinen Sender der Region, der über Kabel empfangen werden kann und im Wahlkampf die Aktionen sehr aktiv begleitet. Heute geht es um ein politisch-privates Porträt, zu dem alle Kandidaten einzeln eingeladen werden. Herr Dr. Pawellek, der mich befragende Redakteur, ist ganz besorgt, dass ich seine Fragen vorher nicht wissen wollte und liest sie mir kurz vor der Aufnahme von seinen Kärtchen vor. Das finde ich sehr rücksichtsvoll, aber mir macht es fast mehr Spaß, spontane Gespräche zu führen. Meistens sind die munterer als vorbereitete.&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-8571433076039996678?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/8571433076039996678/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/10-september-zu-gast-bei-tv-sudbaden.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8571433076039996678'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8571433076039996678'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/10-september-zu-gast-bei-tv-sudbaden.html' title='10. September: zu Gast bei TV-Südbaden'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-6998294566791076092</id><published>2009-09-10T08:06:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T07:15:15.419-07:00</updated><title type='text'>9. September: Hart aber fair</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Viele Fragen haben die Frauen und Männer der türkischen Gemeinde in Oldenburg, die stolz auf ihr neues Gemeindezentrum mit einem weiträumigen Gebetsraum und einem Unterrichtszimmer sind. Den Deutschunterricht, an dem 8 Frauen gerade teilnehmen, unterbrechen&lt;span style=""&gt;  &lt;/span&gt;sie, um der Kollegin Multhaupt und mir ihre familiäre Situation zu schildern: 3 Kinder, kein Krippenplatz, aber Druck von der Arbeitsagentur, einen Fulltime-Job anzunehmen... Da muss sich die örtliche Abgeordnete drum kümmern. Ein Pakistani, als Autohändler offenbar wohlhabend geworden, hat Probleme, ein Visum für einen Besuch seiner Mutter in Deutschland zu bekommen – da kann vielleicht ich etwas tun. Es reicht noch für einen kleinen Spaziergang durch die Innenstadt und den Schlosspark von Oldenburg, bevor ich abfahre.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;Eigentlich sollte es in langer Bahnfahrt zurück in den Wahlkreis nach Freiburg gehen. Aber gestern kam eine Einladung, heute an der Sendung „Hart aber fair“ teilzunehmen – natürlich über Afghanistan. Das Amt würde es begrüßen, wenn ich das mache. Also wird umgeplant, und ich reise zurück nach Berlin, zahlreiche Berichte und Unterlagen über das Thema studierend. Mein Problem ist, ich schaue- schon aus Zeitgründen – wenig fern! Nachrichten, ab und zu Fußball, mal einen Tatort, das wär’s schon. Man sagt mir, der Plasberg gehe manchmal ganz schön ran. Ich muss mich überraschen lassen. Als er mich vor der Sendung begrüßt, sagt er mir: „Kommen Sie auf keinen Fall hinterher und beklagen sich, dass Sie zu wenig zu Wort gekommen sind – gehen Sie dazwischen, mischen Sie sich ein, dann wird es auch lebendiger!“ Schnell stelle ich fest, dass er Recht hat. Die Herren Friedmann, Kujat und Todenhöfer sind talkshow-fest und verstehen es, sich lange am Wort zu halten. Mir hilft beim Dazwischengehen mein kräftiges Stimmorgan. Die Diskussion bleibt weitgehend sachlich, Herr Plasberg will mir sogar allzu sehr zurückhaltend scheinen und am Ende finde ich es schade, dass wir über angebliche Mängel bei der Ausrüstung der Bundeswehr reden, anstatt über die Zukunft des Landes und über die nächsten notwendigen Schritte. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;So eine Sendung fliegt vorüber, ist schnell vergessen. Aber meine Freunde haben mir trotzdem zu dem Umweg und der zusätzlichen Nacht in Berlin geraten, auch im Kontext des Wahlkampfes. Keine Ahnung, wie hoch die Einschaltquote war, keine Ahnung, ob es viele im Wahlkreis gesehen haben. Aber mehr als die 60 bis 120 Leute, die man bei einer herkömmlichen Saalveranstaltung erreicht, waren es sicher. Und wenn sie nur sagen „guck mal, da ist ja unser Freiburger MdB dabei!“ und ein wenig lokalpatriotischen Stolz dabei empfinden! Ich merke das immer, wenn mich Leute anstrahlen und mir zurufen „Ich habe Sie im Fernsehen gesehen!“ – und häufig nur, weil ich auf der Regierungsbank auf dem Platz meines Chefs, des Außenministers und Vizekanzlers Frank-Walter Steinmeier, dicht neben der Kanzlerin für eine Sekunde ins Bild kam. Viel mehr freue ich mich, wenn einer mir sagt, er habe mich heute morgen im Deutschlandfunk gehört – und eventuell sogar noch anfügen kann, worum es ging und, dass er den Beitrag überzeugend fand. Mag sein, dass „im Bild sein“ sehr wichtig ist.&lt;br /&gt;Mir persönlich ist das andere noch wichtiger.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-6998294566791076092?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/6998294566791076092/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/9-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/6998294566791076092'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/6998294566791076092'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/9-september.html' title='9. September: Hart aber fair'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-5146754624360262415</id><published>2009-09-10T08:03:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T07:17:49.665-07:00</updated><title type='text'>8. September: kulturweit-Botschafter</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style=""&gt;Heute tritt der Bundestag zu einer Sondersitzung zusammen, um die Begleitgesetze zum Lissabon-Vertrag in 2. und 3. Lesung zu verabschieden. Mein Tag beginnt um 8 Uhr mit einer Sitzung des Auswärtigen Ausschusses, dem ich zusammen mit einem Kollegen aus dem Verteidigungsministerium über die Ereignisse in Kunduz und ihre politischen Folgen berichten muss. Die Diskussion verläuft sachlich, mit kritischen Kommentaren zur Informationspolitik von Verteidigungsminister Jung von der Opposition, aber auch zu den eiligen Verurteilungen des deutschen Vorgehens seitens der Alliierten. Ich stelle den Inhalt unserer Demarchen bei diesen Staaten in den Vordergrund und lenke die Aufmerksamkeit auf die Konferenzpläne. Komisch, dass ausgerechnet die Abgeordneten der „Linken“ fehlen, also der Partei, die jetzt mit ihrer Parole „ Raus aus Afghanistan“ Morgenluft wittern. Dann Szenenwechsel: Im Auswärtigen Amt empfange ich eine Besuchergruppe aus dem Wahlkreis, mit vielen ehrenamtlich Engagierten in sozialen Einrichtungen, die ich zu einem viertägigen Berlin-Besuch eingeladen habe. Sie stellen viele Fragen zu meiner Arbeit als Staatsminister. Das interessiert sie anscheinend mehr als meine aktuellen Ausführungen zum Lissabon-Vertrag und zu Kunduz. Beim Abschied empfehle ich ihnen, beim nachfolgenden Besuch im Potsdamer Schloss Cecilienhof, wo die Siegermächte des 2. Weltkrieges über die Zukunft des deutschen Volkes beraten haben, nach der Geheimtür zu fragen, die sich Stalin extra in den Konferenzraum einbauen ließ, um notfalls einen Fluchtweg zu haben. Ich muss noch mal nachhaken, ob sie das auch gemacht haben. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style=""&gt;Dann kann ich mich einer Aufgabe zuwenden, die mir viel Spaß macht. Im Europasaal des Auswärtigen Amtes verabschiede ich 193 junge Leute zwischen 18 und 26 Jahren, die für 6 oder 12 Monate im Rahmen des Programms „kulturweit“ in 50 verschieden Länder gehen, um sich dort als „kulturweit-Botschafter“ an Programmen der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu beteiligen. Zahlreiche Botschafter und auch einige Medien sind erschienen. Ich halte eine kurze Rede, beantworte einige Fragen und dann gibt’s ein „family foto“ im Protokollhof des Amtes. Die jungen Leute, darunter mehr junge Frauen als Männer, strahlen eine ansteckende Fröhlichkeit aus. Kein Wunder – sie haben sich in einem Wettbewerb gegen 1600 Kandidatinnen und Kandidaten durchgesetzt und gehen jetzt in ein Abenteuer, dass vielleicht ihrem ganzen Leben eine neue Richtung gibt. Ich habe ihnen auch von mir erzählt, dass ich einst als junger Nachwuchswissenschaftler mit Hilfe des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) mich zu sowjetischen Zeiten 6 Monate in Moskau und Leningrad leben und arbeiten durfte – auch ein Abenteuer, das bei mir eine lebenslange Zuwendung und Beschäftigung mit Russland und den Nachfolgestaaten de Sowjetunion, mit den Menschen, ihrer Kultur und ihrer Politik dort und unseren Beziehungen zu diesen Ländern ausgelöst hat. Und ich sage ihnen, dass ich diese Chance, die ich damals hatte, als ein großes Privileg empfunden habe. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:arial;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Dann muss ich schnell zum Hauptbahnhof, um nach Oldenburg zu fahren. Dort wartet meine Bundestagskollegin Gesine Multhaupt darauf, dass ich mit ihr eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „ Deutsche Außen- und Friedenspolitik“ durchführe. Der Saal ist voll. Im Publikum sind auch mehrere Gruppen vertreten, die eigene Anliegen vortragen, so Vertreter einer Deutsch-Iranischen Gesellschaft sowie von einer türkischen&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;Migrantenorganisation, deren Moschee ich am nächsten Morgen noch besuchen werde. Natürlich kommt auch das Thema Afghanistan, aber nicht den ganzen Abend lang. Ich übernachte bei Freunden, mit denen ich früher in Freiburg&lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;  &lt;/span&gt;&lt;span style="font-family:arial;"&gt;in häuslicher Gemeinschaft zusammengelebt habe – im Zimmer einer Tochter, die gerade als Schülerin ein halbes Jahr in Frankreich zubringt. Heute gibt es viele solcher Möglichkeiten, und das ist gut so. Mit ein paar Erinnerungen an mein persönliches kulturweit-Abenteuer vor 38 Jahren finde ich, nach einem langen und abwechslungsreichen Tag, den Übergang zum Schlaf.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-5146754624360262415?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/5146754624360262415/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/8-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5146754624360262415'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/5146754624360262415'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/8-september.html' title='8. September: kulturweit-Botschafter'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-7390676608822124405</id><published>2009-09-10T07:59:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T07:26:08.455-07:00</updated><title type='text'>7. September: Nostalgiereise</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:times new roman;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Heute heißt es früh aufstehen. Schon um 6.12 Uhr bringt mich der Zug von Freiburg-Wiehre zum Hauptbahnhof, wo ich in den ICE nach Bonn umsteige. Der Bundestagspräsident und die Stadt Bonn haben zu einer Feierstunde eingeladen. Anlass ist der 60. Jahrestag des Beginns der Arbeit des Bundestages in der alten Hauptstadt. Viele sind in den Plenarsaal gekommen, den wir nur wenige Jahre bis 1999, dem Zeitpunkt des Umzuges, genutzt haben, und der heute als Schauplatz internationaler Konferenzen dient. Ich bin der Einladung zu dieser Feierstunde gefolgt, weil ich 12 Jahre (von 1987-1999) als Freiburger Abgeordneter nach Bonn gependelt bin und viele gute Erinnerungen habe – auch an die damals noch 4 ½ Stunden dauernde Bahnfahrt den Kurven des Rheins entlang, mit seinen steilen Uferbergen, an die sich die Städtchen schmiegen, und mit seinen stolzen Bergen. Bei herrlichem Sommerwetter genieße ich die Nostalgiereise in die eigene Vergangenheit.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:times new roman;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;Im Plenarsaal, der an Popularität unter den MdBs trotz seiner modernen Lichtheit nie das alte verwinkelte Wasserwerk erreichte, das uns vorher als Arbeitsstätte diente, trifft man viele ehemalige Kolleginnen und Kollegen aus allen Fraktionen. Horst Ehmke, der als Juraprofessor an der Freiburger Uni lehrte, hat sich kaum verändert, auch nicht mit seinen scharfzüngigen Bemerkungen zur politischen Lage. Ich habe ihn lange nicht gesehen, wie auch die ehemaligen Fraktionskollegen Liesel Hartenstein, Andreas von Bülow und Wolfgang Roth. Beim Empfang im Foyer des Plenarsaals sichte ich Hildegard Hamm-Brücher, Rita Süßmuth und andere vertraute Gesichter. Bei manchem bin ich dankbar, wenn er seinen Namen nennt – es ist so lange her, und sie fallen mir nicht alle sofort ein. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"  style="text-align: justify;font-family:times new roman;"&gt;&lt;span style="font-size:100%;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style=""&gt;&lt;span style=";font-family:times new roman;font-size:100%;"  &gt;Ganz schnell ist die Feierstunde vorbei und die Gegenwart holt mich wieder ein. Am späten Nachmittag treffe ich schon mit Sir Cowper-Coles im Auswärtigen Amt zusammen. Er ist der Sonderbeauftragte Großbritanniens für Afghanistan. Wir sprechen über eine Afghanistan-Konferenz, die nach der Konstituierung der neuen Regierung stattfinden und verbindliche Ziele mit der afghanischen Bevölkerung festlegen soll – zu Fragen der Sicherheit, Wirtschaft, guten Regierungsführung, zum Kampf gegen die Korruption und zum Versöhnungs– und Reintegrationsprozess. Gerade zum letzten hat Cowper-Coles konkrete Vorstellungen, die seine Erfahrung mit dem Land zeigen, in dem er zwei Jahre Botschafter war. Sein Vorschlag ist, mehr Geld in die Regionen zu geben, um dort – den Traditionen afghanischer Konfliktbewältigung folgend – den örtlichen Taliban und ihren Unterstützern Angebote zur Rückkehr in die Gesellschaft machen zu können. Er sieht Erfolgschancen für einen solchen Ansatz gerade jetzt, wo die Taliban ihr Ziel der Verhinderung der Präsidenten- und Distriktwahlen nicht erreicht haben und in vielen Gebieten unter erheblichem Druck stehen. Die Ereignisse in Kunduz erwähnt mein Gesprächspartner mit keinem Wort.&lt;/span&gt;&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-7390676608822124405?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/7390676608822124405/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/7-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7390676608822124405'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7390676608822124405'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/7-september.html' title='7. September: Nostalgiereise'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-2960585064187700411</id><published>2009-09-10T06:44:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T07:28:37.027-07:00</updated><title type='text'>6. September: Im Theater-Café ohne Thierse</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Auf diesen Tag hatte ich mich besonders gefreut. Nach einigen Mühen hatte ich Wolfgang Thierse, den Vizepräsidenten des Deutschen Bundestages, dazu überreden können, einen ganzen Sonntag für Freiburg zu opfern und zu einer Kultur-Matinée zu kommen, die unter dem Titel angekündigt war „Mehr Kultur wagen! Zukunftssignale für Kunst und Kreativwirtschaft“. Mit dabei für die Diskussion: der Heidelberger Grafiker Klaus Staeck, zugleich Präsident der Akademie der Künste in Berlin, und Uli von Kirchbach, Freiburger Bürgermeister für Soziales, Kultur und Integration. Um halb Acht klingelt mein Handy. Am Apparat ist Wolfgang Thierse – mit einer Hiobsbotschaft. Die Billigfluglinie Easyjet hat ihren Morgenflug von Berlin nach Basel ausfallen lassen. Keine Aussicht, nach Freiburg zu kommen. Er hat unverhofft einen freien Sonntag – ich habe ein Problem!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Am Schreibtisch sichte ich die Papiere, die ich mir zur eigenen Vorbereitung auf die Veranstaltung besorgt habe und mache mir Notizen. In zwei Stunden wird daraus ein Stichwortpapier zu einem Vortrag, der viele Gedanken von Wolfgang Thierse aufgreift. Stress bereitet der Gedanke an die Enttäuschten. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Und dann ins Theater-&lt;span style=""&gt;Café. Es ist knallvoll, viele müssen stehen. Sie sind natürlich wegen Thierse gekommen. Ich sage, was los ist und starte mit meiner halbstündigen Einführung. Keiner geht, was ich aus den Augenwinkeln dankbar registriere. Staeck und von Kirchbach steigen engagiert in die Diskussion ein. Am Ende finden viele, dass es eine gelungene Veranstaltung war. Mir fällt ein Stein vom Herzen. Dann geht´s gleich weiter in den Kaiserstuhl nach Burkheim. Da sollte „Burkheim erkunden mit Wolfgang Thierse“ stattfinden. Ich habe Ortsvorsteher Herbert Sonn und Gabriel Schweitzer, den Bürgermeister von Vogtsburg, telefonisch unterrichtet. Sie erwarten mich trotzdem vor Ort, und Herr Sonn macht für eine kleine Gruppe bei herrlichem Sonnenschein eine wunderbare Stadtführung (Burkheim hat Stadtrecht!), die bei reichlich Zwiebelkuchen und Neuem Süßen endet. Bei diesen guten Produkten der Heimat vergesse ich dann beinahe, wie dieser Tag angefangen hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-2960585064187700411?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/2960585064187700411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/6-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/2960585064187700411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/2960585064187700411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/6-september.html' title='6. September: Im Theater-Café ohne Thierse'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-2307735282955034811</id><published>2009-09-10T06:43:00.001-07:00</published><updated>2009-10-13T07:33:02.778-07:00</updated><title type='text'>5. September: „Familienfest“ bei Rolf Böhme</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Bei dem obligaten SPD-Stand auf der Kaiser-Joseph-Straße in Freiburg steht ein bedrückendes Thema im Mittelpunkt. In der Nacht von 3. auf den 4. September sind in Kundus /Afghanistan viele Menschen bei einem Luftangriff auf zwei zuvor von den Taliban entführte Tanklastzüge ums Leben gekommen. Die Zahlen variieren zwischen 54 und 130, wobei wahrscheinlich auch Zivilisten betroffen waren, auch wenn ein Bericht des afghanischen Gouverneurs, der mit seinen Polizisten als erster vor Ort war, behauptet, es habe sich ausschließlich um bewaffnete Aufständische gehandelt.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Die Taliban führen einen grausamen Kampf. Sie haben bis auf einen alle Fahrer der beiden Tanklaster bei dem Überfall ermordet und wollten – nach eigenen Angaben zuvor – mit solchen Fahrzeugen irgendwo angreifen und eine Feuerhölle veranstalten. Dass nun Dutzende von ihnen und wahrscheinlich weitere Dorfbewohner in einer solchen Feuerhölle ihr Leben gelassen haben, kann niemanden unberührt lassen. Es sind alles Menschen mit ihrer eigenen Biographie, mit ihren Familien, mit ihren Hoffnungen und mit ihrer eigenen Geschichte – zu der bei den einen dann auch irgendwann und aus uns nicht bekannten Gründen die Entscheidung gestanden hat, sich den Aufständischen anzuschließen.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Solchen Gedanken kann ich mich nicht lange hingeben. Heute kommen viele am Infostand vorbei, die nicht kritische Fragen zum Afghanistan-Einsatz haben, sondern die verbitterte oder zynische Bemerkungen machen und sich gar nicht auf eine Diskussion einlassen wollen. Ich ahne, dass uns dieses Thema in den nächsten Tagen mehr als je zuvor beschäftigen wird. Dazu tragen die wenig überzeugenden Auskünfte vom Verteidigungsminister Jung ebenso bei wie die bekannt werdenden harschen Kritiken westlicher Außenminister an dem deutschen Vorgehen, obwohl sie die Fakten noch gar nicht geprüft haben.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;&lt;o:p&gt; &lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size:12;"&gt;Am Nachmittag lenkt mich vorübergehend eine Art „Familienfest“ von meinen düsteren Gedanken ab. Der ehemalige Freiburger OB Rolf Böhme hat aus einem doppelten Anlass alte und neue Weggefährten in das Fritz-Hüttinger-Haus eingeladen: In diesem Sommer wurde er 75 Jahre alt und gehört davon jetzt 50 Jahre der SPD an. Die Vereine des Stadtteils Mooswald bringen das eine oder andere musikalische Ständchen, das mit schöner Regelmäßigkeit auf das Badnerlied hinaus läuft. In meiner Rede versuche ich eine Würdigung der Lebensleistung meines Vorgängers als sozialdemokratischer MdB und als Mitglied der Bundsregierung (Finanzstaatssekretär), der außerdem als Oberbürgermeister zwischen 1982 und 2002 die Stadt sichtbar geprägt hat. Auch keine leichte Aufgabe, da ich bei einigen wichtigen Fragen (z.B. bei der Frage B 31 Ost- oder Nordumfahrung) mit Rolf Böhme nicht einer Meinung war. Am Ende wird es eine richtige Familienfeier mit vielen alten Geschichten und Anekdoten, aber auch einem Bild, das viele mitnehmen werden: eine Aussöhnungs-Umarmung zwischen dem Ex-MdB Rolf Böhme (75) mit seinem Vorgänger Ex-MdB Hans Hörmann (83), den er einst bei der Kandidatenaufstellung ausgebootet hatte. Für viele der Eingeladenen war es auch die Rückkehr an einen wichtigen Traditionsort der Freiburger SPD: Manch eine innerparteiliche Schlacht war in den „Mooswald-Bierstuben“ genau an der Stelle, wo heute das Fritz-Hüttinger-Haus steht, geschlagen worden!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-2307735282955034811?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/2307735282955034811/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/5-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/2307735282955034811'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/2307735282955034811'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/5-september.html' title='5. September: „Familienfest“ bei Rolf Böhme'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-7205061517510252232</id><published>2009-09-08T05:40:00.000-07:00</published><updated>2009-10-13T07:37:18.346-07:00</updated><title type='text'>4. September: Am Ehrengrab von Eugen Keidel</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;Das macht mir richtig Spaß, bei Sonnenschein auf dem Bauernmarkt zu stehen und in aller Ruhe politische Fragen von Interessenten zu beantworten – so heute von 9 bis fast 11 Uhr in Ebnet. Dann eile ich zum Hauptfriedhof, um dem populären ehemaligen Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel meine Reverenz zu erweisen, als an seinem Ehrengrab anlässlich seines 100. Geburtstages eine kleine Feierstunde stattfindet. Das hat für mich nun gar nichts mit Wahlkampf zu tun, eher mit ein bisschen Stolz darauf, dass diese Stadt 40 Jahre lang von zwei sozialdemokratischen OBs prägend nach vorne geführt wurde: von Eugen Keidel (1962-1982) und Rolf Böhme (1982-2002), der auch dabei war. Ich habe Keidel nicht erlebt. Er hatte in seinem Dienstwagen immer eine Kiste Bier dabei, und wenn er an einem Bautrupp der Stadt vorbei kam, ließ er anhalten und spendierte den Kasten für seine Malocher. Einmal hielt Bundeskanzler Helmut Schmidt eine Wahlkampfrede in einem Straßenbahn-Depot vor Hunderten von Leuten, und Eugen Keidel begrüßte ihn mit seinen üblichen Hinweisen auf Freiburgs Vorzüge, von der Landschaft über den Wein bis hin zu den hübschen Mädchen, um dann übergangslos anzufügen: „Herr Bundeskanzler, wenn Sie mal nicht mehr Kanzler sind, dann kommen Sie doch einfach nach Freiburg und werden mein Nachfolger!“ Helmut Schmidt war verdattert, der Saal tobte. Einige Zeit später stürzte der SPD-Kanzler über ein konstruktives Misstrauensvotum, und die Ära Kohls begann. Als Nachfolger von Keidel hat sich der Hanseat Schmidt nicht beworben, wohl hat er aber seinem Finanzstaatssekretär Rolf Böhme im entscheidenden Moment geholfen, Keidels Nachfolger zu werden.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style=";font-family:&amp;quot;;font-size:12;"  &gt;Abends eröffnen drei Weinfeste in der Region zur selben Zeit: das Schwibogefest in Eichstetten, das Schneckenfest in Pfaffenweiler und das Weinfest in Ebringen. Was macht der arme Wahlkämpfer bei der Prioritätensetzung? Er entscheidet sich für Eichstetten, auch weil er bisher &lt;b style=""&gt;alle &lt;/b&gt;Schwibogefeste mitgemacht hat, und meldet sich für später in Merdingen an. In Eichstetten ist Sturm und Regen. Der arme Bürgermeister Bruder wird patschnass und muss sich vor dem gemeinsamen Vesper erst mal umziehen. In Merdingen sind alle schon ziemlich heiter, als wir zwei Stunden später eintrudeln. Mit einem Weißburgunder von Bürgermeister Escher schließen wir schnell auf. Ein netter Tagesausklang – aber für Pfaffenweiler reicht es leider nicht mehr.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-7205061517510252232?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/7205061517510252232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/4-september.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7205061517510252232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7205061517510252232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/4-september.html' title='4. September: Am Ehrengrab von Eugen Keidel'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-4385644068135330483</id><published>2009-09-08T05:37:00.000-07:00</published><updated>2009-09-08T05:39:51.394-07:00</updated><title type='text'>3. September: Auszeit vom Wahlkampf</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Auszeit vom Wahlkampf. Nach kurzer Nacht sitze ich im Zug nach Genf, um Deutschland bei der 3. World Climate Conference (WCC-3) zu vertreten. Aus den beiden Vorgänger-Konferenzen 1979 und 1992 sind die Gründung des Weltklimaawards (IPCC) 1988 und vier Jahre später die Unterzeichnung der Weltklimarahmenkonvention (UNFCCC) hervorgegangen. Fast 20 Staatsoberhäupter, über 60 Minister und mehr als 2000 Delegierte treffen sich hier, um eine bessere Vernetzung von wissenschaftlich erworbenen Klimadaten mit der politischen Entscheidungsebene zu erreichen. Ein wichtiges Ziel für den Klimaschutz. Ich treffe Nobelpreisträger Pachauri, der im November 2008 neben Außenminister Frank-Walter-Steinmeier der Hauptredner bei der von mir nach Freiburg geholten Internationalen Konferenz zu Klimawandel und Sicherheit war, und Achim Steiner, dem engagierten deutschen Direktor des seit 1972 bestehenden Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP). Und ich darf, als Vertreter eines der wichtigsten Sponsoren-Länder für diese Konferenz, relativ früh in der Reihe der endlosen Redner einen dreiminütigen englischsprachigen Beitrag leisten, der freundlich aufgenommen wird. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Nach zweimal vierstündiger Bahnfahrt (eine gute Gelegenheit, das Schafdefizit einwenig auszugleichen) treffe ich am späten Abend in Freiburg wieder ein. Später werde ich feststellen, dass sich diese Weltkonferenz in den deutschen Medien in keiner Weise niedergeschlagen hat.&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;    &lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Das ist völlig anders mit dem Besuch der Bundeskanzlerin am selben Tag in Freiburg. Ein paar Mitglieder meines Teams waren da. Sie erzählten, dass es mit einer Stunde Verspätung begann, weil die Kanzlerin noch den Abgang vom Ministerpräsident Althaus in Thüringen vor der Presse kommentieren musste. Dass es dort jetzt so endete, ermutigt mich. Die Thüringer Wählerinnen und Wähler haben es nicht honoriert, dass Althaus im Schutz des Verzichts aller Mitbewerber, seinen Skiunfall zum Thema zu machen, genau das selber in einer geschmacklosen Art forcierte, bis der Witwer der bei dem Unfall getöteten Frau die Gerichte bemühte. Dass diese Rechnung nicht aufging, mahnt uns alle, die Urteilsfähigkeit der Wählerinnen und Wähler nicht zu unterschätzen. Ach so, die Kanzlerin – ja meine Leute haben gesagt, es war ein freundliches Nichts, mit wenig Gelegenheit zum Klatschen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-4385644068135330483?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/4385644068135330483/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/3-september-auszeit-vom-wahlkampf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/4385644068135330483'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/4385644068135330483'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/3-september-auszeit-vom-wahlkampf.html' title='3. September: Auszeit vom Wahlkampf'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-6685499123131753344</id><published>2009-09-08T03:25:00.000-07:00</published><updated>2009-09-08T03:26:49.704-07:00</updated><title type='text'>2. September. Jetzt geht´s los</title><content type='html'>&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;„Jetzt geht´s los!“ So habe ich meinen offiziellen Wahlkampfauftakt genannt, in dessen Mittelpunkt die Stellvertretende SPD-Vorsitzende Andrea Nahles stand. Solche Auftaktveranstaltungen haben immer ein Risiko: Läuft irgendwas schief, kommen zu wenig Leute, stellt sich keine gute Stimmung ein – dann belastet das die ganze Kampagne. Und in Baden-Württemberg stecken wir noch mitten in der Urlaubszeit. Aber schnell verziehen sich meine Sorgen. Am Anfang bleiben noch einige Plätze in der traditionellen Wodan-Halle bei der Ganterbrauerei leer aber dann kommen die Biergartenbesucher, angelockt durch die Klänge von Ray Austins „Royal Garden Five“ nach und nach in die Halle, wo es nur noch Stehplätze gibt und wir schließlich über 200 Besucher zählen (die Badische Zeitung wird 130 vermelden, hat wohl 10 Minuten vor Beginn gezählt…). Vor allem aber: Andrea hat eine frische Art, wie sie den Bogen von ihrer frühen Karriere als „Obermessdienerin“ bis zu ihrem Schwerpunkt Bildungspolitik und Chancengleichheit zieht. Sie ist authentisch, und das merken die Leute. Die Stimmung ist sehr gut, viele werden sich hinterher bei mir für den gelungenen Abend bedanken. Andrea kommt aus Ulm, ist 2 Stunden in Freiburg und fährt dann gleich weiter nach Pforzheim, wo es morgen früh weitergeht. Schade, hätte Spaß gemacht mit ihr noch ein Ganter-Naturtrüb zu trinken. Immerhin hat sie eine ganze Menge von den frisch gepflückten knallroten Himbeeren aus den Feldern unseres Kreisvorsitzenden Walter Krögner gegessen und den Rest mitgenommen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-6685499123131753344?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/6685499123131753344/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/2-september-jetzt-gehts-los.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/6685499123131753344'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/6685499123131753344'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/2-september-jetzt-gehts-los.html' title='2. September. Jetzt geht´s los'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-8524892199938007860</id><published>2009-09-08T03:20:00.000-07:00</published><updated>2009-09-08T03:24:07.742-07:00</updated><title type='text'>Antikriegstag</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal"&gt;&lt;span style="font-size: 12pt; font-family: &amp;quot;Times New Roman&amp;quot;;"&gt;Heute ist Antikriegstag, sogar ein besonderer: Genau vor 70 Jahren begann mit dem Beschuss der Westerplatte der deutsche Angriff auf Polen und damit der Zweite Weltkrieg. Deswegen sind wohl auch mehr Leute als sonst zur Gedenkstunde an dem Opferdenkmal auf dem Rotteckring in Freiburg gekommen, an der ich jedes Jahr teilnehme. Egal, was da für Reden gehalten werden (diesmal spielt, wenig überraschend, weniger Polen als Afghanistan die Hauptrolle), ich gehe hin, weil ich finde, dass wir diesen Krieg nicht vergessen dürfen. Wir brauchen eine anspruchsvolle Erinnerungskultur, um jederzeit handlungs- und argumentationsfähig zu bleiben gegenüber denen, die auf Vergessen oder Ewiggestriges setzen. Deshalb gefällt mir die Rede von Stadtrat Michael Moos (Linke Liste) am besten, der die Linie zu dem Rechtsradikalen aus Lörrach zieht, dessen Anschlagspläne gegen ein linksautonomes Zentrum in Freiburg kürzlich aufgedeckt wurden – nicht etwa von der Polizei oder dem Verfassungsschutz, sondern von den vorgesehenen Opfern selbst! Unglaublich!&lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-8524892199938007860?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/8524892199938007860/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/antikriegstag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8524892199938007860'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8524892199938007860'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/antikriegstag.html' title='Antikriegstag'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-8600008195178320441</id><published>2009-09-08T00:59:00.000-07:00</published><updated>2009-09-08T01:29:08.007-07:00</updated><title type='text'>1. September: Chat bei "Fudder" und Streitgepräch mit Daniel Sander</title><content type='html'>Man lernt immer im Wahlkampf. Vor einigen Tagen war ich bei "Fudder" zum Chat . Es gibt anscheinend genügend Leute - wohl eher junge -, die mittags zwischen 12 und 14 Uhr nicht etwa was essen oder ein Päuschen machen, sondern online gehen, um einem Kandidaten munter Fragen zu stellen. Wahrscheinlich hält das schlank. Oder kann man eine Pizza verdrücken und nebenbei einen MdB fragen, warum er an einer bestimmten Abstimmung im Bundestag so und nicht anders gestimmt hat? Gegen Ende gab es etwa 200 Teilnehmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Nachmittag kommt es zu einem ersten politischen Streitgespräch 1:1 mit meinem christdemokratischen Mitbewerber. Das Gespräch wird dann in voller Länge am 6. September in der Zeitung "Der Sonntag" abgedruckt. Die Fragen gefallen mir, weil sie die tatsächlichen politischen Alternativen betreffen: Verlängerung der AKW-Laufzeiten ja oder nein, Steuersenkungen wie und warum, Mindestlöhne weg oder ausdehnen, Studiengebühren beibehalten oder abschaffen. Herr Sander zweifelt, ob die SPD wirklich keine rot-rote Koalition auf Bundesebene anstreben würde und sagt: vielleicht nicht gleich, aber dann vielleicht ein Jahr später. Ich danke ihm für diese Überlegung - zeigt sie doch, dass er selber nicht an eine schwarz-gelbe Mehrheit am 27. September glaubt!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-8600008195178320441?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/8600008195178320441/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/1-september-chat-bei-fudder-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8600008195178320441'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/8600008195178320441'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/1-september-chat-bei-fudder-und.html' title='1. September: Chat bei &quot;Fudder&quot; und Streitgepräch mit Daniel Sander'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' src='http://3.bp.blogspot.com/_w6GIr5kyYG0/SpeUx_Q-nII/AAAAAAAAAAM/l2JSsPr6fOI/S220/KandidatenFoto.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7930310263819755222.post-7048931233369099063</id><published>2009-09-07T01:18:00.001-07:00</published><updated>2009-09-07T02:35:52.629-07:00</updated><title type='text'>Erhard Eppler in Breisach</title><content type='html'>&lt;p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span style="font-family:Arial;"&gt;Erhard Eppler hat in diesem Jahr ein neues Buch veröffentlicht. Ich glaube, es ist schon sein fünfzehntes! Der Titel heißt "Der Politik auf's Maul geschaut. Kleines Wörterbuch zum öffentlichen Sprachgebrauch“ und hat 193 Seiten. Ich habe sie alle mit Gewinn und Vergnügen gelesen. Und ich habe ihn zu einer Veranstaltung zum Thema „ Sprache und politische Kultur“ nach Breisach in die Spitalkirche eingeladen. Wenn man den 81-jährigen so sieht, der häufig als „Vordenker“ der SPD bezeichnet wird, dann glaubt man, jeder kleine Windstoß könnte ihn umpusten. Denkste! Kein Platz ist mehr frei in der schmucklosen Spitalkirche mit bester Akustik. Es sollte mehr eine Lesung werden. Tatsächlich liest Erhard Eppler die Stichworte „Krieg“ und „Pazifismus“ und überzeugt schnell die Gekommenen davon, wie unzeitgemäß Begriffe bei den heutigen Realitäten geworden sind, wo es so viel Gewalt im „Frieden“ gibt und das klassische Nein zum Krieg auf Fragen antwortet, die sich so kaum noch stellen. Im Nu entsteht eine lebhafte Diskussion, auch zu ganz anderen Themen. Plötzlich sind wir bei der Frage der Finanz- und Wirtschaftskrise. Und da bricht es aus diesem Mann heraus, der mit seiner Formulierungssicherheit die Menschen fasziniert: Er müsse sich mit 81 ja wohl eigentlich nicht mehr ins Getümmel schmeißen – aber, dass jetzt ausgerechnet die Oberapologeten des freien Spiels der Kräfte und ewigen Marktradikalen Oberwasser bekommen, wobei die globalen Probleme ja gerade durch deren Empfehlungen entstanden sind, das treibe ihn doch aus der Stube und in die Versammlungen… An dieser Stelle erhielt der in diesem Moment gar nicht mehr so zerbrechlich wirkende Gast aus Schwäbisch Hall den größten Applaus und musste hinterher viele seiner kleinen Wörterbücher signieren. &lt;o:p&gt;&lt;/o:p&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7930310263819755222-7048931233369099063?l=gernoterler.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://gernoterler.blogspot.com/feeds/7048931233369099063/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/erhard-eppler-hat-in-diesem-jahr-ein.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7048931233369099063'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/7048931233369099063'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/09/erhard-eppler-hat-in-diesem-jahr-ein.html' title='Erhard Eppler in Breisach'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' 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Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/08/herzlich-willkommen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/970340058111771887'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7930310263819755222/posts/default/970340058111771887'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://gernoterler.blogspot.com/2009/08/herzlich-willkommen.html' title='Herzlich Willkommen'/><author><name>Gernot Erler</name><uri>http://www.blogger.com/profile/06043946869998859269</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='30' height='32' 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